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Symbolbild, KI-generiert

SAP Aktie: Behebt kritische Kernsystem-Lücken

SAP meldet kräftiges Cloud-Wachstum, schließt zwei Übernahmen ab und verlängert Verträge der Führungsspitze bis 2030 beziehungsweise 2028.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fünf besonders dringliche Sicherheitslücken behoben
  • Cloud-Auftragsbestand steigt auf 22,9 Milliarden Euro
  • Dremio und Prior Labs übernommen
  • Christian Klein bleibt bis 2030

Kritische Schwachstellen im Kernsystem behoben

Der Walldorfer Softwarekonzern SAP veröffentlichte am 8. September im Rahmen seines monatlichen Sicherheitstages wichtige Aktualisierungen für Firmenkunden. Darunter stufte das Unternehmen fünf Schwachstellen als besonders dringlich ein. Bei zwei dieser Lücken in den Systemen NetWeaver AS ABAP/Java sowie dem Data Hub Adapter der Commerce Cloud vergaben die Experten die maximale Risikobewertung von 10,0.

Das zügige Beheben solcher Schwachstellen ist für Unternehmen essenziell, da SAP-Systeme das Rückgrat betrieblicher Abläufe bilden. Neben der Absicherung bestehender Plattformen treibt der Konzern zudem die Weiterentwicklung voran. Anfang September stellte das Unternehmen dafür einen neuen Server für die Administration der konzerneigenen Business Technology Platform bereit.

Hohe Dynamik im Software-Abonnementgeschäft

Im laufenden Geschäft stützt sich der Konzern vor allem auf die Nachfrage nach Cloud-Lösungen. Im zweiten Quartal 2026 kletterte der Cloud-Backlog um 27 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro. Gleichzeitig legte der Cloud-Umsatz im Vorjahresvergleich um 22 Prozent zu.

Die Transformation hin zu abonnementbasierten Softwaremodellen wird von Großkunden weltweit mitgetragen. Im zweiten Jahresviertel entschieden sich namhafte Konzerne wie Airbus, Shell und Vonovia für das Angebot rund um RISE with SAP. Dies verdeutlicht, dass die Umstellung auf modernere Systemarchitekturen in der Industrie weiterhin hohe Priorität genießt.

Trotz des Umsatzwachstums führten jüngste Zukäufe zu Belastungen beim operativen Ergebnis. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet SAP mit einem währungsbereinigten Non-IFRS-Betriebsergebnis zwischen 11,8 und 12,2 Milliarden Euro. Diese Zielspanne beinhaltet Verwässerungseffekte von mehr als 100 Millionen Euro durch getätigte Firmenübernahmen.

Investitionen in Datenarchitektur und Kontinuität

Um die Plattformen technologisch weiterzuentwickeln, schloss SAP im Juli die Übernahme der Anbieter Dremio und Prior Labs ab. Mit Dremio integriert der Konzern Werkzeuge zur Kombination verschiedener Geschäftsdaten in die eigene Cloud-Umgebung. Bei Prior Labs steht die Erforschung von Basismodellen im Vordergrund, wofür SAP in den kommenden Jahren den Aufbau eines spezialisierten Labors vorantreibt.

Auch personell stellte der Aufsichtsrat die Weichen für Kontinuität. Vorstandschef Christian Klein verlängerte seinen Vertrag bis ins Frühjahr 2030, während Finanzvorstand Dominik Asam sich bis 2028 an den Konzern band. Zudem signalisierten Führungskräfte im August durch eigene Zukäufe von Unternehmensanteilen über den Markt Vertrauen in die weitere Entwicklung.

An der Börse ging die SAP-Aktie am vergangenen Freitag mit einem Schlusskurs von 183,00 Euro ins Wochenende. Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 242,00 Euro bedeutet dieses Niveau einen Abstand von 24 Prozent. Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich damit auf die Frage, wie schnell sich die getätigten Technologieinvestitionen in weiteren Ertragszuwächsen niederschlagen.

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