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SAP Aktie: 3,5 Milliarden für Dremio und Prior Labs

SAP-Aktie erholt sich dank KI-Fokus auf Conference. Milliarden-Anleihe finanziert Zukäufe für Cloud-Wachstum.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursplus von über drei Prozent
  • CEO präsentiert KI-Plattform
  • Anleihe über 3,5 Milliarden Euro
  • Cloud-Erlöse steigen deutlich

Nach einem schwachen Jahresstart holt die SAP-Aktie kräftig auf. Am Freitag legt sie um 3,42% auf 167,42 Euro zu – die siebte Sitzung mit Gewinnen. Auslöser ist ein Fireside Chat mit CEO Christian Klein auf der BNP Paribas Exane Conference in Paris, bei dem die KI-Strategie des Softwarekonzerns im Mittelpunkt stand.

Business AI und Cloud-Wachstum als Kernbotschaft

Klein stellte die neue KI-Plattform, Datenanbindung und die Kombination aus Business Technology Platform, Business Data Cloud und KI-Funktionen in den Vordergrund. Die veröffentlichte Zusammenfassung spricht von einer nach der Sapphire-Konferenz weiter positiven Geschäftspipeline – auch wenn Kunden zugleich makroökonomische Risiken im Blick behalten.

Die Botschaft kommt beim Markt an. Auf Sieben-Tage-Sicht gewinnt die SAP-Aktie 7,05%, auf 30 Tage sind es 13,35%. Der RSI liegt bei 62,5 – die Aktie ist nicht überkauft, aber deutlich im Aufwärtstrend.

Milliarden-Finanzierung für KI-Zukäufe

Ende Mai platzierte SAP eine Euro-Anleihe über 3,5 Milliarden Euro in vier Tranchen. Die Nettoerlöse dienen der Refinanzierung zweier Übernahmen: Dremio (Open-Lakehouse-Plattform für SAP- und Nicht-SAP-Daten) und Prior Labs (KI-Labor für strukturierte Unternehmensdaten). In Prior Labs will SAP über vier Jahre mehr als eine Milliarde Euro investieren. Beide Transaktionen stehen unter regulatorischem Vorbehalt; der Abschluss wird im zweiten oder dritten Quartal 2026 erwartet.

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Die Käufe sind Teil einer Strategie, die das Cloud-Wachstum mit KI-Funktionen verknüpft. Die Fundamentaldaten untermauern den Ansatz: Im ersten Quartal 2026 meldete SAP einen Current Cloud Backlog von 21,9 Milliarden Euro, ein Plus von 20% (währungsbereinigt 25%). Die Cloud-Erlöse stiegen um 19%, das IFRS-Betriebsergebnis um 17%.

Erholung mit Fragezeichen

Die Jahresbilanz trübt den kurzfristigen Optimismus. Seit Jahresbeginn verliert die SAP-Aktie 17,12%, auf Zwölf-Monats-Sicht sogar 37,99%. Vom 52-Wochen-Hoch bei 271,60 Euro (Juni 2025) bleibt ein Abstand von 38,36%. Das 52-Wochen-Tief bei 135,52 Euro (Mai 2026) liegt dagegen 23,54% unter dem aktuellen Kurs – die Erholung ist spürbar, aber nicht abgeschlossen.

Die nächste Bewährungsprobe kommt am 23. Juli. Dann legt SAP die Ergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026 vor. Bis dahin wird die Aktie daran gemessen, ob die milliardenschwere KI-Offensive in belastbare operative Kennzahlen übersetzt wird.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.