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SAP Aktie: 344,3 Millionen Euro für Rückkäufe

SAP investiert 344 Mio. Euro in Aktienrückkäufe, während Cloud-Erlöse um 22% steigen. Analysten bleiben trotz gesenkter Prognose zuversichtlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rückkauf von 2,18 Mio. Aktien
  • Cloud-Umsatz steigt um 22 Prozent
  • Goldman Sachs senkt Kursziel auf 215 Euro
  • Aktie erholt sich um 20 Prozent

SAP hat seine erste Zwischenmeldung zum Aktienrückkaufprogramm 2026 veröffentlicht. Der Softwarekonzern erwarb zwischen dem 27. und 31. Juli insgesamt 2.184.430 eigene Aktien über die Börse Xetra. Der Durchschnittskurs lag bei 157,62 Euro, das Gesamtvolumen der Transaktionen bei rund 344,3 Millionen Euro. Die Mitteilung reiht sich in eine Phase ein, in der der Konzern operativ Stärke zeigt und der Kurs sich von den Tiefständen des Sommers deutlich erholt hat.

Cloud-Geschäft treibt das Wachstum

Grundlage für das Vertrauen der Anleger sind die Zahlen zum zweiten Quartal und ersten Halbjahr, die SAP am 23. Juli vorgelegt hatte. Der Cloud-Umsatz kletterte um 22 Prozent auf 6,28 Milliarden Euro, währungsbereinigt sogar um 24 Prozent. Noch deutlicher fiel der Anstieg beim Current Cloud Backlog aus, der um 27 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro zulegte und damit einen Rekordwert markiert. Dieser Auftragsbestand gilt als wichtiger Indikator für künftige Umsätze, da er bereits vertraglich gesicherte, aber noch nicht realisierte Cloud-Erlöse abbildet. Das Non-IFRS-Betriebsergebnis wuchs um 7 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro.

Trotz der insgesamt robusten Entwicklung passte SAP die Jahresprognose für das Non-IFRS-Betriebsergebnis 2026 leicht nach unten an, auf eine Spanne von 11,8 bis 12,2 Milliarden Euro nach zuvor 11,9 bis 12,3 Milliarden Euro. Als Grund nannte der Konzern Verwässerungseffekte aus den im Juli abgeschlossenen Übernahmen von Dremio und Prior Labs. Die leichte Korrektur der Guidance dürfte den positiven Grundtenor der Quartalszahlen kaum trüben, zumal beide Zukäufe das Cloud- und Datenportfolio strategisch ergänzen.

Vorstandschef kauft, Goldman Sachs senkt Kursziel

Ein zusätzliches Vertrauenssignal setzte Vorstandsvorsitzender Christian Klein bereits am 24. Juli, als er im Rahmen eines Eigengeschäfts SAP-Aktien im Gesamtwert von 325.219 Euro zu einem Durchschnittskurs von 133,60 Euro erwarb. Solche Insiderkäufe werden am Markt häufig als Ausdruck von Zuversicht in die eigene Unternehmensstrategie gelesen, insbesondere wenn sie zeitlich nahe an Quartalszahlen erfolgen.

Bei Goldman Sachs justierten Analysten das Kursziel für SAP nach der Auswertung der Margenentwicklung im zweiten Quartal von 230 auf 215 Euro nach unten, bestätigten dabei jedoch die Einstufung „Buy“. Die Anpassung erfolgte am 27. Juli und fiel damit in die unmittelbare Nachlese der Quartalsergebnisse. Ergänzend verweist eine breitere Konsensabfrage darauf, dass ein Großteil der beobachtenden Analysten die Aktie derzeit zum Kauf einstuft, wobei der Rekord-Cloud-Backlog als wesentlicher Treiber für die künftige Umsatzvisibilität gilt.

Kurs erholt sich deutlich von den Jahrestiefs

An der Börse hat sich die Erholung bereits niedergeschlagen. Am Dienstag schloss die SAP-Aktie bei 168,80 Euro, ein Plus von 2,18 Prozent gegenüber dem Vortag. Über die vergangenen 30 Tage summiert sich der Kursanstieg auf gut 20 Prozent. Damit hat sich das Papier von seinem 52-Wochen-Tief bei 127,52 Euro, erreicht Ende Juli, spürbar gelöst, bleibt aber weiterhin deutlich unter dem im August des Vorjahres markierten Rekordhoch von 257,70 Euro. Die Erholung fällt in eine Phase, in der operative Fortschritte im Cloud-Geschäft, das laufende Rückkaufprogramm und die Insiderkäufe des Managements zusammen ein konstruktives Bild zeichnen.

Der nächste wichtige Termin für Anleger folgt am 21. Oktober, wenn SAP die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 vorlegt. Bis dahin dürfte insbesondere die Entwicklung des Cloud-Backlogs im Fokus bleiben, da dieser Wert unmittelbar Rückschlüsse auf die Umsatzdynamik der kommenden Quartale erlaubt.

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Diskussion zu SAP

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

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