Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » SAP Aktie: 32 Prozent Jahresverlust trotz Jefferies-Kaufempfehlung

SAP Aktie: 32 Prozent Jahresverlust trotz Jefferies-Kaufempfehlung

SAP bietet der EU-Kommission weitreichende Zugeständnisse im Kartellverfahren an. Analysten bleiben trotz Kursverlusten optimistisch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zugeständnisse an EU-Kommission
  • Mehr Transparenz bei Gebühren
  • KI-Assistenten für Beschaffung freigeschaltet
  • Analysten raten weiterhin zum Kauf

Der Softwarekonzern SAP will einen teuren Konflikt mit der EU beenden. Medienberichten zufolge bietet das Management weitreichende Zugeständnisse im laufenden Kartellverfahren an. Der Markt reagiert erleichtert. Die Aktie kletterte am Montag leicht auf 137,20 Euro.

Bewegung im Kartellstreit

Die Europäische Kommission ermittelt seit September 2025 gegen die Walldorfer. Der Vorwurf lautet auf Missbrauch der Marktmacht bei Wartungsverträgen. Nun lenkt SAP offenbar ein. Das Unternehmen verspricht mehr Transparenz bei den Gebühren.

Parallel dazu soll Drittanbietern der Zugang zu SAP-Systemen erleichtert werden. Auch der Wechsel zu Konkurrenzprodukten wird einfacher. Akzeptiert Brüssel den Deal, entgeht SAP einer massiven Geldstrafe.

KI-Ausbau im Hintergrund

Abseits der juristischen Baustellen treibt der Konzern sein Kerngeschäft voran. SAP schaltet im Juni weitere KI-Assistenten für das Beschaffungswesen frei. Die „Joule“-Agenten optimieren Prozesse durch automatische Richtlinienprüfungen.

Sie sind nun für Module wie Ariba Contracts und Fieldglass verfügbar. Fünf von elf geplanten Assistenten für das Ausgabenmanagement sind damit live.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz der operativen Fortschritte hat die SAP-Aktie ein hartes Jahr hinter sich. Seit Januar verlor das Papier rund 32 Prozent an Wert. Erst am 25. Juni markierte der Titel ein neues Jahrestief. Kurz gesagt: ein massiver Absturz.

Analysten raten dennoch zum Einstieg. Jefferies bekräftigte am Sonntag seine Kaufempfehlung. Auch Goldman Sachs hält an seinem positiven Votum fest. Die US-Bank senkte jedoch ihre Prognose für die Bruttomarge im zweiten Halbjahr. Als Grund nannten die Experten gestiegene Hardwarekosten. Hinzu kommen teure Zukäufe wie Dremio und Prior Labs.

Margendruck im Fokus

Aktuell herrscht Funkstille in Walldorf. SAP befindet sich in der üblichen Ruhephase vor den Quartalszahlen. Investitionen in die Cloud-Infrastruktur und strategische Übernahmen belasten derzeit die Margen.

Am 23. Juli 2026 legt der Vorstand die Bücher für das erste Halbjahr offen. Diese Zahlen liefern konkrete Belege über die tatsächliche Profitabilität der jüngsten KI-Initiativen.

Anzeige

SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 29. Juni liefert die Antwort:

Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu SAP

SAP Chart