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SAP Aktie: 2,5 Prozent Plus auf 186,44 Euro

SAP sichert Rechenzentren mit BSI-zertifizierter Verschlüsselung ab und überzeugt NTT DATA als Referenzkunden für SuccessFactors mit KI-Assistent Joule.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • BSI-zertifizierte Verschlüsselung für Rechenzentren
  • NTT DATA setzt auf SAP-Personalcloud
  • Aktie steigt um 2,5 Prozent
  • KI-Funktionen als Verkaufsargument etabliert

SAP hat seine Position im Geschäft mit sicherer Cloud-Infrastruktur und Personalsoftware am Mittwoch gleich zweifach gestärkt. Zum einen sichert der Konzern die Verbindung zwischen seinen Rechenzentren in Walldorf und St. Leon-Rot künftig mit Layer-1-Verschlüsselung von Adva Network Security, einem Unternehmen der Adtran-Gruppe.

Die Technik ist vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bis zur Geheimhaltungsstufe VS-NfD zugelassen. Zum anderen kündigte SAP an, dass NTT DATA künftig auf SAP SuccessFactors und die SAP Business Data Cloud mit dem KI-Assistenten Joule setzt, um die globale Personalarbeit des Konzerns umzubauen.

Sicherheitszertifizierung stärkt Behördengeschäft

Die BSI-Zulassung zielt direkt auf ein Kundensegment, das bislang zurückhaltend bei Cloud-Migrationen war: Behörden, Betreiber kritischer Infrastruktur und regulierte Branchen.

Mit der zertifizierten Verschlüsselung zwischen den beiden deutschen Rechenzentren kann SAP argumentieren, dass sensible Workloads die Anforderungen an eine souveräne Cloud erfüllen, ohne auf US-Hyperscaler ausweichen zu müssen. Das ist ein strategisch wichtiger Baustein für das laufende Cloud-Wachstum, gerade weil deutsche Behörden und KRITIS-Betreiber traditionell hohe Compliance-Hürden setzen.

NTT DATA setzt auf Joule und SuccessFactors

Parallel dazu vermeldete SAP den Zuschlag von NTT DATA, einem Konzern mit einem Jahresumsatz von mehr als 30 Milliarden Dollar, der nach eigenen Angaben 75 Prozent der Fortune-Global-100-Unternehmen bedient. Die beiden Firmen arbeiten bereits seit 36 Jahren zusammen; die Implementierung der neuen Personalplattform soll über zwölf Monate laufen.

Dass ein derart großer IT-Dienstleister seine weltweite Personalarbeit auf SAP SuccessFactors und die Business Data Cloud mit Joule umstellt, unterstreicht, wie SAP KI-Funktionen zunehmend als Verkaufsargument für Bestandsprodukte nutzt.

Ergänzend dazu meldete Analyst Maximilian Berger einen weiteren Auftrag: Der Energieversorger AEW hat seinen bestehenden SuccessFactors-Einsatz ausgebaut. Berger wertet den Folgeauftrag als Signal für stabile Kundenbindung und anhaltendes Cloud-Wachstum im Personalgeschäft.

Kurs reagiert mit deutlichem Plus

Die Nachrichtenlage traf am Mittwoch auf eine bereits sehr gut gelaunte Börse: Die SAP-Aktie legte um 2,5 Prozent zu und kletterte auf 186,44 Euro, nach einem Schlusskurs von 181,90 Euro am Vortag. Damit liegt das Papier rund 24 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 149,86 Euro – ein Hinweis darauf, dass die jüngste Erholung breit von den kurzfristigen Handelsströmen getragen wird.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 242,00 Euro, erreicht im Oktober vergangenen Jahres, bleibt die Aktie mit einem Abstand von 23 Prozent aber noch deutlich entfernt.

Für Anleger verdichten sich damit zwei Erzählungen: Auf der operativen Seite gewinnt SAP mit Sicherheitszertifizierungen und KI-gestützten Cloud-Produkten neue Referenzkunden, während der Aktienkurs die positive Stimmung bereits vorwegnimmt. Ob sich das Momentum fortsetzt, dürfte auch davon abhängen, wie viele weitere Großkunden dem Beispiel von NTT DATA und AEW folgen.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.