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SAP Aktie: 24 Kaufempfehlungen, keine Verkäufe

24 Kaufempfehlungen für SAP-Aktien, keine Verkaufsstimmen. Cloud-Wachstum und KI-Zukäufe stützen die Zuversicht der Analysten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Einhellige Kaufempfehlungen für SAP
  • Cloud-Umsatzprognose bleibt unverändert
  • Übernahmen belasten kurzfristig das Ergebnis
  • Aktie technisch überkauft nach Rallye

24 Kaufempfehlungen, keine einzige Verkaufsempfehlung. So sieht das aktuelle Stimmungsbild für SAP aus. Die Aktie schließt die Woche mit 186,70 Euro, ein Plus von 0,7 Prozent zum Freitag. Trotz einer leicht gesenkten Gewinnprognose bleibt die Überzeugung der Analysten ungebrochen.

Analysten sehen kaum Risiko nach unten

Der Konsens unter den Research-Häusern ist eindeutig. 24 Experten stufen SAP als Kauf ein, nur 4 sehen die Aktie neutral bei „Hold“. Verkaufsempfehlungen gibt es aktuell keine.

Dieses Vertrauen speist sich vor allem aus der Cloud-Migration und den wachsenden „Agentic AI“-Lösungen des Konzerns. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt deutlich über dem aktuellen Niveau. Für viele gilt SAP damit als verlässlicher Wert im europäischen Technologiesektor.

Zwei Übernahmen kosten kurzfristig Ergebnis

Ende Juli 2026 hat SAP die Unternehmen Dremio und Prior Labs übernommen. Dremio bringt eine offene Data-Lakehouse-Plattform mit. Prior Labs liefert Expertise für tabellarische Foundation-Modelle.

Beide Zukäufe sollen SAP-Systeme in „KI-native“ Geschäftsplattformen verwandeln. Kurzfristig belasten sie aber das Ergebnis. SAP senkt den Ausblick für das bereinigte Betriebsergebnis 2026 auf eine Spanne von 11,8 bis 12,2 Milliarden Euro, zuvor lag die Prognose bei 11,9 bis 12,3 Milliarden Euro. Die Integration der neuen Einheiten kostet den Konzern nach eigenen Angaben mehr als 100 Millionen Euro.

Am Cloud-Wachstum ändert das nichts. SAP hält an seinem Ziel von 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro Cloud-Umsatz fest. Das entspricht einem währungsbereinigten Anstieg von bis zu 25 Prozent.

Charttechnik zeigt überkauften Zustand

Die Aktie hat sich in den vergangenen 30 Tagen um 43 Prozent erholt und liegt jetzt 46 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief von 127,52 Euro. Der Relative Strength Index steht bei 75 Punkten. Das signalisiert einen überkauften Zustand und macht kurzfristige Gewinnmitnahmen wahrscheinlich.

Der 200-Tage-Durchschnitt bei 170,54 Euro bildet die nächste größere Unterstützung nach unten. Nach oben liegt das 52-Wochen-Hoch von 242 Euro als nächste Hürde. Trotz der starken Erholung notiert die Aktie im Jahresvergleich noch 19 Prozent im Minus.

In der kommenden Woche dürfte der Markt vor allem auf neue Details zur Integration von Prior Labs in die Joule-KI-Plattform achten. Solange die Aktie über der 50-Tage-Linie von 151,61 Euro bleibt, gilt der mittelfristige Aufwärtstrend als intakt. Die hohe Volatilität von 45 Prozent macht das Papier dabei weiterhin anfällig für kurzfristige Rücksetzer.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.