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SAP Aktie: 21,9 Milliarden Euro Cloud Backlog

Energiekonzern Centrica setzt auf SAPs Cloud- und KI-Paket. Der Deal unterstreicht die Strategie, zeigt aber kaum Börsenwirkung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Centrica migriert zu RISE with SAP
  • KI-Assistent Joule wird integriert
  • Cloud-Umsatz wuchs im Q1 um 19 Prozent
  • Aktie bleibt weit unter Jahreshoch

Centrica setzt ab Juli 2026 auf RISE with SAP — und macht damit das gesamte Paket aus Cloud ERP, Datenplattform und KI-Assistenten in einem regulierten Energiekonzern sichtbar. Für SAP ist das mehr als ein weiterer Migrationsauftrag.

Vom Datenprojekt zur KI-Plattform

Centrica und SAP arbeiten seit 20 Jahren zusammen. Den nächsten Schritt haben beide nun konkret definiert: Der britische Energie- und Dienstleistungskonzern will RISE with SAP und SAP Business AI nutzen, um Betrieb, Lieferkette und digitale Energiedienste bis 2030 auszubauen.

Die Implementierung startet im Finanzbereich. Anschließend soll die Cloud-Umstellung die IT-Landschaft vereinfachen und die Betriebskosten senken. Bereits im Februar 2026 ging Centrica mit SAP Business Data Cloud live — seither laufen SAP- und Nicht-SAP-Daten über eine gemeinsame Plattform.

Darauf baut das neue Vorhaben auf. Centrica integriert Joule, SAPs Business-AI-Lösung, und hat die Anbindung an Microsoft Copilot bereits aktiviert. Das Ziel: intuitivere, dialogorientierte Interaktion mit den SAP-Systemen. Angaben zum finanziellen Volumen des Programms hat SAP nicht veröffentlicht.

Wachstum auf breiter Front

Der Centrica-Deal passt zu den Q1-Zahlen, die SAP zuletzt vorgelegt hat. Der Cloud-Umsatz stieg im ersten Quartal 2026 um 19 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro — währungsbereinigt waren es 27 Prozent. Der Current Cloud Backlog erreichte 21,9 Milliarden Euro, ein Plus von 25 Prozent bei konstanten Wechselkursen.

Die Cloud ERP Suite wuchs währungsbereinigt sogar um 30 Prozent. Der Gesamtumsatz legte um 6 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro zu. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet SAP einen Cloud-Umsatz zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro bei konstanten Wechselkursen.

Aktie weit unter Jahreshoch

An der Börse löst die Centrica-Meldung kaum Bewegung aus. Die SAP Aktie notiert am Donnerstag bei rund 151 Euro — ein Plus von knapp 0,7 Prozent gegenüber dem Vortag. Das Papier liegt damit noch rund 44 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 271,60 Euro vom Juni 2025. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von gut 25 Prozent.

Der RSI von 82 signalisiert technisch überkaufte Bedingungen — die Erholung vom Tief bei 137,62 Euro Mitte Mai hat das Papier zügig nach oben getragen.

Referenz mit strategischem Gewicht

Centrica ist kein Massenauftrag, sondern ein Referenzprojekt. SAP kann damit zeigen, dass das Zusammenspiel aus RISE with SAP, Business Data Cloud, Joule und Business AI in einem regulierten Energiekonzern funktioniert. Gerade im Energiesektor sind Finanzprozesse, Datenqualität und regulatorische Anpassungsfähigkeit kritische IT-Themen.

Ob solche Deals den Cloud Backlog spürbar treiben und ob Business AI messbar zur Profitabilität beiträgt, werden die Q2-Zahlen zeigen — erwartet für den Sommer 2026.

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