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SAP Aktie: 200 KI-Agenten vorgestellt

SAP präsentiert über 200 KI-Agenten für Geschäftsprozesse. Analysten sehen Potenzial, mahnen aber zur Rentabilität der Projekte.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Über 200 autonome KI-Agenten vorgestellt
  • Erster Einsatz im Juni 2026 geplant
  • Analysten uneins über Rentabilität
  • Aktie seit Jahresbeginn im Minus

SAP schaltet bei der Künstlichen Intelligenz mehrere Gänge hoch. Der Softwarekonzern stellt über 200 autonome KI-Agenten vor. Diese sollen Geschäftsprozesse grundlegend verändern. In Orlando zeigt sich: Das Management setzt alles auf Automatisierung.

Neue Architektur für autonome Agenten

CTO Philipp Herzig sieht in der Technologie einen Job-Motor. Parallel dazu baut SAP das Team in Indien massiv aus. Bestehende Mitarbeiter müssen sich derweil umschulen lassen. Die technische Basis bildet der neue SAP Knowledge Graph.

In der Personalabteilung SuccessFactors sollen dutzende spezialisierte Agenten und 14 neue Assistenten das Recruiting übernehmen. Bisher entfallen dort 80 Prozent der Zeit auf Verwaltung. Diese Aufgaben übernimmt künftig die KI. Der Startschuss fällt im Juni 2026.

Ähnliche Sprünge verspricht SAP im Cash Management. Dort sank der manuelle Aufwand in ersten Tests um bis zu 80 Prozent. Der Zeitaufwand für Verpackungs-Compliance verringert sich indes um die Hälfte. Simulationen dauern nur noch 20 Minuten statt eines ganzen Tages.

Analysten mahnen zur Rentabilität

Nicht jeder Beobachter teilt die Euphorie. Laut Gartner erzielen derzeit nur 41 Prozent der Projekte mit agentischer KI innerhalb eines Jahres eine positive Rendite. Bis Ende 2027 könnten viele Vorhaben mangels Erfolg wieder eingestellt werden. Analysten von Bain beziffern die mittlere Amortisationszeit auf gut neun Monate.

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Die großen Investmenthäuser bleiben überwiegend optimistisch. Deutsche Bank, UBS, Jefferies und Berenberg bestätigten im Mai ihre Kaufempfehlungen. JP Morgan bleibt neutral, während die DZ Bank zum Verkauf rät.

An der Börse kämpft SAP noch mit einem schwachen Jahr. Seit Januar verlor die Aktie rund 24 Prozent an Wert. Zuletzt stabilisierte sich der Kurs bei 152,76 Euro.

Parallel dazu treibt der Konzern Zukäufe voran. Bis zum dritten Quartal 2026 soll die Übernahme von Prior Labs für 1,1 Milliarden US-Dollar abgeschlossen sein. Damit will SAP die Datenbasis für seine neuen Modelle verbreitern.

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