Während die SAP-Aktie unter dem Druck mehrerer Analysten-Herabstufungen steht, setzt der Konzern sein Rückkaufprogramm unbeirrt fort. Am 1. September meldete SAP im Rahmen der fünften Zwischenmitteilung zum laufenden Aktienrückkaufprogramm 2026 den Erwerb von 676.583 eigenen Aktien über XETRA im Zeitraum vom 24. bis 28. August. Das Signal an den Markt ist deutlich: Trotz des schwierigen Kursumfelds hält der Konzern an seiner Kapitalrückführungsstrategie fest.
Das Papier notiert aktuell bei 182,00 Euro und verliert im heutigen Handel 1,7 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Minus von 4,2 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn summiert sich der Rückgang auf 13 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 242,00 Euro, das im Oktober 2025 markiert wurde, ist die Aktie inzwischen ein Viertel entfernt.
Analystenhäuser bleiben skeptisch
Die jüngste Bewegung bei den Analystenmeinungen unterstreicht die vorsichtige Stimmung. Grupo Santander stufte SAP am 1. September auf „Neutral“ herab. Bereits davor hatte AlphaValue/Baader Europe am 31. August das Rating auf „Reduce“ gesenkt, allerdings das Kursziel angehoben.
UBS war Ende August mit einer Herabstufung von „Buy“ auf „Neutral“ vorausgegangen, verbunden mit einer Anhebung des Kursziels auf 201 Euro von zuvor 164 Euro. Als Begründung nannte UBS damals das Fehlen kurzfristiger KI-Katalysatoren sowie eine Verlangsamung im Cloud-Geschäft.
Die Häufung von Herabstufungen bei gleichzeitig angehobenen Kurszielen zeigt ein gespaltenes Bild: Die Bewertung erscheint den Analysten fair bis ambitioniert, während das kurzfristige Wachstumstempo Zweifel weckt.
Geschäftliche Fortschritte im KI- und Cloud-Bereich
Operativ zeigt SAP unterdessen Bewegung im Kerngeschäft. Die HARTING Technology Group schloss laut einem SAP-Bericht am 2. September eine langfristige Vereinbarung für „RISE with SAP“ ab – ein weiterer Beleg für die fortlaufende Migration von Bestandskunden in die Cloud-Umgebung.
Parallel dazu veröffentlichte SAP Entwickler-News mit einem neuen MCP-Server für die Administration der SAP Business Technology Platform, aktualisierter ABAP-Dokumentation und neuen Funktionen für die SAP Business Data Cloud im dritten Quartal 2026.
Auch die Positionierung im Bereich künstlicher Intelligenz treibt der Konzern voran. SAP-Manager Jan Gilg äußerte laut Berichterstattung am Freitag, dass KI zu einer Marktbereinigung unter Software-Anbietern führen werde – mit klaren Gewinnern und Verlierern. Eine Aussage, die angesichts der eigenen Cloud-Wachstumssorgen, die Analysten zuletzt anführten, an Brisanz gewinnt.
Für Anleger bleibt die Gemengelage komplex: Operative Fortschritte bei Cloud-Partnerschaften und Entwicklertools stehen einer Serie vorsichtiger Analystenurteile gegenüber. Das fortgesetzte Aktienrückkaufprogramm signalisiert Vertrauen des Managements in die eigene Bewertung, während der Markt kurzfristig skeptisch bleibt.
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