Starke Profitabilität, übertroffene Erwartungen — und trotzdem liegt die SAP-Aktie noch rund 26 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau. Der Jahresauftakt 2026 lieferte mehr als erwartet, reicht aber noch nicht für eine echte Trendwende.
Marge schlägt Konsens
Im ersten Quartal 2026 steigerte SAP die operative Marge (Non-IFRS) um 2,8 Prozentpunkte auf 28,7 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte währungsbereinigt um 24 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro — Analysten hatten im Schnitt rund 2,7 Milliarden Euro erwartet. Der Gesamtumsatz wuchs um 6 Prozent auf 9,56 Milliarden Euro, der Gewinn je Aktie nach IFRS stieg auf 1,66 Euro.
Finanzvorstand Dominik Asam verwies auf konsequente Kostenkontrolle als Treiber. Deutsche Bank Research sprach nach den Zahlen von einem „Quartal der Erleichterung“ — ein Jahresauftakt, der deutlich besser ausfiel als befürchtet.
Analysten gespalten
Barclays hob die Dynamik bei den Business-AI-Lösungen hervor. Die DZ Bank blieb skeptisch: Sie senkte den fairen Wert von 150 auf 130 Euro und behielt das „Verkaufen“-Rating bei, mit dem Argument einer erwarteten Wachstumsverlangsamung im weiteren Jahresverlauf.
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Der Markt reagierte zunächst mit Erleichterung. Am Freitag legte die Aktie rund 6,2 Prozent zu und schloss bei 148,74 Euro — nur wenige Wochen nach dem Jahrestief vom 10. April. Im 12-Monats-Vergleich beträgt das Minus allerdings noch rund 38 Prozent.
KI-Monetarisierung als nächster Schritt
SAP setzt für die kommenden Monate auf konkrete Schritte bei der Vermarktung seiner KI-Angebote. Ab Juli 2026 führt der Konzern ein verbrauchsbasiertes Abrechnungsmodell für KI-Dienste ein. Auf der Kundenkonferenz „SAP Sapphire“ im Mai sollen weitere Details zur Qualität der KI-Agenten folgen. Ergänzt wird das durch spezialisierte Implementierungsteams, die direkt beim Kunden arbeiten — CEO Christian Klein treibt damit den Umbau vom Lizenzgeschäft zur cloudbasierten KI-Plattform weiter voran.
Die nächsten Wochen bringen mehrere konkrete Wegmarken: Am 5. Mai findet die virtuelle Hauptversammlung statt, am Folgetag ist der Ex-Dividenden-Tag für die vorgeschlagene Ausschüttung von 2,50 Euro je Aktie. Am 13. Mai folgt die Financial Analyst Conference im Rahmen der SAP Sapphire — dort wird sich zeigen, ob die KI-Strategie bei institutionellen Investoren die erhoffte Neubewertung auslöst.
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