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SAP: 2,6 Milliarden für zweite Rückkauf-Tranche

Trotz solider operativer Ergebnisse leidet die SAP-Aktie unter einem schwachen Kurs. Der milliardenschwere Aktienrückkauf und die anstehende Sapphire-Konferenz mit KI-Fokus könnten neue Impulse liefern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktienkurs nahe 52-Wochen-Tief
  • Gedämpfte Erwartungen für zweites Quartal
  • Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm läuft
  • KI-Strategie im Fokus der Sapphire-Konferenz

Starke operative Zahlen, schwacher Aktienkurs. Bei SAP klaffen Geschäftsentwicklung und Marktbewertung derzeit weit auseinander. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 28 Prozent an Wert verloren. Am Freitag ging die Aktie bei 144,40 Euro aus dem Handel. Damit notiert der Softwareriese nahe an seinem 52-Wochen-Tief von 139,12 Euro.

Gedämpfte Erwartungen für das Frühjahr

Ein Grund für die Zurückhaltung der Investoren ist der Ausblick auf das zweite Quartal. Das Management rechnet mit einem schwächeren Cloud-Wachstum. Einmaleffekte hatten das erste Quartal noch stark beflügelt. Diese Sondereffekte fallen nun weg.

An der Jahresprognose hält der Vorstand fest. SAP peilt für 2026 weiterhin ein bereinigtes Betriebsergebnis von rund 12 Milliarden Euro an. Die Bedingung: Der Nahostkonflikt eskaliert nicht weiter. Zudem muss die geplante Übernahme des Softwareanbieters Reltio reibungslos über die Bühne gehen.

Milliarden-Rückkauf stützt den Kurs

Parallel dazu läuft das milliardenschwere Aktienrückkaufprogramm weiter. SAP plant bis Ende 2027 eigene Papiere im Wert von bis zu 10 Milliarden Euro vom Markt zu nehmen. Die erste Tranche endete im April. Dabei kaufte der Konzern Aktien für rund 2,6 Milliarden Euro zurück.

Aktuell läuft bereits die zweite Kaufwelle. Bis Ende Juli will das Unternehmen weitere Papiere im Wert von bis zu 2,6 Milliarden Euro erwerben. Bisher konnte diese Maßnahme den Abwärtstrend der Aktie nicht stoppen. Der Abstand zur 50-Tage-Linie bei 156,35 Euro bleibt deutlich.

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KI-Strategie im Fokus

Neue Impulse könnten nun zwei anstehende Termine liefern. Auf die virtuelle Hauptversammlung am 5. Mai folgt die Sapphire-Konferenz in Orlando. Vom 11. bis 13. Mai präsentiert das Management dort seine Produkt-Roadmap.

Das bestimmende Thema wird Künstliche Intelligenz sein. CEO Christian Klein und sein Team wollen erklären, wie SAP-Daten konkrete Geschäftsergebnisse durch KI verbessern. Hier spielt auch der Übernahmekandidat Reltio eine zentrale Rolle. Dessen Technologie soll Kundendaten optimal für KI-Anwendungen aufbereiten.

Der Abschluss des Reltio-Kaufs ist für das zweite oder dritte Quartal geplant. Vorher müssen die Behörden zustimmen. Fällt das Feedback der Analysten in Orlando positiv aus, könnte die Aktie die wichtige Unterstützung bei 139 Euro verteidigen.

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