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SAP: 1,64 Euro Gewinn je Aktie erwartet

SAP stellt Quartalsergebnisse vor, die das Cloud-Wachstum und die KI-Integration prüfen. Analysten erwarten steigende Umsätze und Gewinne.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erwarteter Gewinn- und Umsatzanstieg im ersten Quartal
  • Cloud-Backlog als zentraler Indikator für künftige Erlöse
  • Über 400 KI-Neuerungen in der SuccessFactors-Suite
  • Geplante Übernahme von Reltio zur KI-Datenaufbereitung

Am Donnerstag legt SAP die Bücher auf den Tisch. Das Q1-2026-Ergebnis wird zeigen, ob der Softwarekonzern seinen Wachstumskurs in einem zunehmend unsicheren Marktumfeld halten kann — und ob das Cloud-Geschäft die hohen Erwartungen erfüllt.

Was Analysten erwarten

17 Analysten rechnen für das erste Quartal mit einem Gewinn von durchschnittlich 1,64 Euro je Aktie, nach 1,52 Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Umsatz liegt der Konsens bei 9,56 Milliarden Euro — ein Plus von gut sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Blick geht aber über den Quartalsbericht hinaus. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Durchschnitt der Analysten einen Gewinn von 7,28 Euro je Aktie, rund 16 Prozent mehr als 2025. Das Management hält an seinen Jahreszielen fest: Cloud-Erlöse zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro, Cloud-Wachstum von 23 bis 25 Prozent (währungsbereinigt) sowie ein operatives Ergebnis von 11,9 bis 12,3 Milliarden Euro.

Cloud-Backlog und KI als Gradmesser

Zentraler Indikator wird der Current Cloud Backlog sein — also die vertraglich gesicherten, aber noch nicht verbuchten Cloud-Erlöse. Dieser Wert gilt als verlässlichster Vorläufer für künftige Umsätze. Parallel dazu beobachten Investoren, wie weit SAP die KI-Integration in seine Produktpalette vorantreibt.

Kurz vor dem Zahlentermin hat SAP das 1H-2026-Release seiner SuccessFactors-Suite veröffentlicht. Über 400 Neuerungen erweitern die KI-Agenten-Funktionen in Bereichen wie Recruiting, Payroll und Talentmanagement. Die Produktionsfreigabe ist für den 15. Mai geplant.

Übernahme und Hauptversammlung im Blick

Abseits des Quartalsberichts stehen zwei weitere Termine an. Am 5. Mai findet die Hauptversammlung statt, auf der Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 zur Abstimmung stellen.

Ferner läuft die geplante Übernahme von Reltio Inc., einem Anbieter von Master-Data-Management-Software. Der Abschluss wird für Q2 oder Q3 2026 erwartet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen. Reltios Technologie soll SAP-Kunden helfen, Stammdaten KI-bereit zu machen — auch für Daten aus Drittanbieter-Systemen.

Die SAP-Aktie notiert aktuell bei rund 150 Euro und damit fast 45 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs vom Juni 2025. CEO Christian Klein und CFO Dominik Asam werden die Q1-Zahlen am Donnerstag in einer Analystenkonferenz erläutern — ein Termin, der angesichts des Kursrückgangs unter besonderer Beobachtung steht.

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Diskussion zu SAP

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.