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Santander Aktie: Regulatorische Herausforderung

Die spanische Bank Santander sieht sich mit einer hohen Geldstrafe für Compliance-Mängel bei ihrer Digitaltochter konfrontiert, trotz jüngster Rekordgewinne und einer starken Börsenperformance.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Hohe Geldstrafe für Anti-Geldwäsche-Defizite
  • Bank kündigt rechtliche Überprüfung der Entscheidung an
  • Aktie verzeichnete zuletzt deutlichen Kursanstieg
  • Rekordergebnis im dritten Quartal 2025 erzielt

Die spanische Geldwäsche-Behörde SEPBLAC hat für Santander eine Geldstrafe in Höhe von 40 Millionen Euro vorgeschlagen. Der Vorwurf betrifft Kontrollmängel in der digitalen Tochter Openbank. Die Ankündigung stellt einen spürbaren Rückschlag für die Bank dar, die zuletzt mit starken operativen Zahlen überzeugt hatte.

Die Vorwürfe im Detail

Die regulatorische Maßnahme konzentriert sich auf mutmaßliche Defizite im Anti-Geldwäsche-System von Openbank. Santander hat bereits angekündigt, die Entscheidung der Behörde rechtlich überprüfen zu lassen. Gleichzeitig bekräftigte der Konzern sein generelles Bekenntnis zu Compliance-Standards. Der Ausgang dieses Verfahrens wird aufmerksam verfolgt werden, da er Auswirkungen auf die regulatorischen Anforderungen für digitale Bankgeschäfte haben könnte.

Starke Performance unter neuen Vorzeichen

Die Nachricht trifft Santander in einer Phase bemerkenswerter Börsenstärke. Innerhalb des vergangenen Jahres hat die Aktie um etwa 120 Prozent zugelegt. Dieser Aufschwung wurde von soliden Fundamentaldaten getragen. Im dritten Quartal 2025 erzielte die Bank mit einem Gewinn von 3,5 Milliarden Euro ein Rekordergebnis für einen Neunmonatszeitraum.

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Die erfolgreiche Umsetzung der „ONE Transformation“-Strategie zeigt weiter Wirkung:
* Die Effizienzquote verbesserte sich auf 41,3 Prozent – der beste Wert seit 15 Jahren.
* Die Kosten sanken real um 1 Prozent, trotz inflationärer Rahmenbedingungen.
* Die Geschäftsleitung hat zugesagt, über 10 Milliarden Euro via Aktienrückkäufe und Dividenden an Aktionäre auszuschütten.

Bewertung im Fokus

Vor dem Hintergrund der regulatorischen Nachricht stellen sich einige Analysten die Frage, ob die jüngste Outperformance die Bewertung überhitzt hat. Einige Modelle deuten auf ein mögliches Kursziel von 9 Euro bis Dezember 2027 hin, was einer negativen Gesamtrendite von etwa -4,9 Prozent gegenüber dem aktuellen Stand entspräche. Die Aktie notiert derzeit mit einem KGV von rund 10,7 für die kommenden zwölf Monate. Historisch bewegte sich das Multiple für Santander und europäische Banken-Peers meist zwischen 6,8 und 8,1. Der Markt wird beobachten, inwieweit die Strafe gegen Openbank diese Bewertungsmetriken beeinflusst.

Die nächste wichtige Wegmarke sind die Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025, die am 3. Februar 2026 veröffentlicht werden. Dieser Bericht wird Aufschluss über die aktuelle Profitabilität geben und möglicherweise weitere Details zur regulatorischen Angelegenheit liefern.

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