Die spanische Geldwäsche-Behörde SEPBLAC hat für Santander eine Geldstrafe in Höhe von 40 Millionen Euro vorgeschlagen. Der Vorwurf betrifft Kontrollmängel in der digitalen Tochter Openbank. Die Ankündigung stellt einen spürbaren Rückschlag für die Bank dar, die zuletzt mit starken operativen Zahlen überzeugt hatte.
Die Vorwürfe im Detail
Die regulatorische Maßnahme konzentriert sich auf mutmaßliche Defizite im Anti-Geldwäsche-System von Openbank. Santander hat bereits angekündigt, die Entscheidung der Behörde rechtlich überprüfen zu lassen. Gleichzeitig bekräftigte der Konzern sein generelles Bekenntnis zu Compliance-Standards. Der Ausgang dieses Verfahrens wird aufmerksam verfolgt werden, da er Auswirkungen auf die regulatorischen Anforderungen für digitale Bankgeschäfte haben könnte.
Starke Performance unter neuen Vorzeichen
Die Nachricht trifft Santander in einer Phase bemerkenswerter Börsenstärke. Innerhalb des vergangenen Jahres hat die Aktie um etwa 120 Prozent zugelegt. Dieser Aufschwung wurde von soliden Fundamentaldaten getragen. Im dritten Quartal 2025 erzielte die Bank mit einem Gewinn von 3,5 Milliarden Euro ein Rekordergebnis für einen Neunmonatszeitraum.
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Die erfolgreiche Umsetzung der „ONE Transformation“-Strategie zeigt weiter Wirkung:
* Die Effizienzquote verbesserte sich auf 41,3 Prozent – der beste Wert seit 15 Jahren.
* Die Kosten sanken real um 1 Prozent, trotz inflationärer Rahmenbedingungen.
* Die Geschäftsleitung hat zugesagt, über 10 Milliarden Euro via Aktienrückkäufe und Dividenden an Aktionäre auszuschütten.
Bewertung im Fokus
Vor dem Hintergrund der regulatorischen Nachricht stellen sich einige Analysten die Frage, ob die jüngste Outperformance die Bewertung überhitzt hat. Einige Modelle deuten auf ein mögliches Kursziel von 9 Euro bis Dezember 2027 hin, was einer negativen Gesamtrendite von etwa -4,9 Prozent gegenüber dem aktuellen Stand entspräche. Die Aktie notiert derzeit mit einem KGV von rund 10,7 für die kommenden zwölf Monate. Historisch bewegte sich das Multiple für Santander und europäische Banken-Peers meist zwischen 6,8 und 8,1. Der Markt wird beobachten, inwieweit die Strafe gegen Openbank diese Bewertungsmetriken beeinflusst.
Die nächste wichtige Wegmarke sind die Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025, die am 3. Februar 2026 veröffentlicht werden. Dieser Bericht wird Aufschluss über die aktuelle Profitabilität geben und möglicherweise weitere Details zur regulatorischen Angelegenheit liefern.
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