Die spanische Großbank Santander hat einen bedeutenden Schritt in ihrer Portfoliostrategie vollzogen. Mit dem Verkauf von Anteilen am polnischen Geschäft erzielt die Bank einen erheblichen Kapitalgewinn, den sie teilweise für Aktienrückkäufe nutzen will. Gleichzeitig mehren sich Stimmen, die nach einem starken Kursanstieg eine Überbewertung der Aktie sehen.
Verkauf in Polen stärkt Eigenkapital
Santander hat den Verkauf einer 49%-Beteiligung an der Santander Bank Polska sowie eines 50%-Anteils am polnischen Asset-Management-Geschäft (TFI) an die Erste Group abgeschlossen. Die Transaktion, die am 9. Januar 2026 finalisiert wurde, brachte rund 7 Milliarden Euro ein. Der Nettokapitalgewinn für Santander beläuft sich auf etwa 1,9 Milliarden Euro.
Dieser Gewinn wird die harte Kernkapitalquote (CET1) der Bank um schätzungsweise 95 Basispunkte erhöhen. Die Buchung erfolgt im ersten Quartal 2026. Santander plant, etwa die Hälfte der Erlöse für beschleunigte außerplanmäßige Aktienrückkäufe zu verwenden, sofern die regulatorischen Genehmigungen vorliegen. Parallel dazu übernahm die Bank die vollständige Kontrolle über die Santander Consumer Bank in Polen und bekräftigt so ihr langfristiges Engagement im Land im Konsumentenfinanzierungsgeschäft.
Aktive Rolle im RMBS-Markt und Schuldenmanagement
Im britischen Markt für hypothekenbesicherte Wertpapiere (RMBS) ist Santander derzeit mit einer neuen Transaktion namens „Holmes 2026-1“ aktiv. Das Deal-Volumen und der genaue Preis sollen bis zum 14. Januar feststehen. Die Struktur weicht von früheren Emissionen ab, indem die Senior Notes in zwei Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgeteilt werden.
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Zudem zeigt sich die Bank proaktiv im Management ihrer Verbindlichkeiten. Sie hat unwiderruflich beschlossen, am 14. Januar 2026 contingent convertible bonds (CoCos) im Nominalwert von 1,03 Milliarden Euro vorzeitig zurückzuzahlen. Dieser Schritt wurde von der Europäischen Zentralbank genehmigt und unterstreicht die Bemühungen um eine optimierte Bilanzstruktur.
Starke Operationen, aber Bewertungsbedenken
Trotz einer robusten operativen Performance – im dritten Quartal 2025 erzielte die Bank einen Rekordgewinn von 3,5 Milliarden Euro – gerät die Bewertung der Aktie in den Fokus. Eine Analyse vom 9. Januar 2026 kommt zu dem Schluss, dass die Aktie nach einem Anstieg von rund 120% in den vergangenen zwölf Monaten überbewertet sein könnte.
Die Prognose sieht einen möglichen Kursrückgang auf 9 Euro bis Dezember 2027 vor, was einer negativen Gesamtrendite von -4,9% gegenüber dem aktuellen Stand entspräche. Grundlage dieser vorsichtigen Einschätzung sind die Annahme einer Normalisierung des Umsatzwachstums auf 1% bis 2027 und eine Rückführung des Bewertungsmultiplikators auf historische Durchschnittswerte von etwa dem 8,1-fachen des Gewinns. Die operativen Margen werden hingegen voraussichtlich stabil auf hohem Niveau bleiben.
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