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Sanofi Aktie: Rückschlag vor Gericht

Ein US-Bundesgericht lehnt Sanofis Antrag auf ein vorzeitiges Urteil in Produkthaftungsklagen ab. Der Pharmariese muss sich weiter mit Vorwürfen zu Nebenwirkungen des Krebsmittels Taxotere auseinandersetzen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gericht lehnt Antrag auf summarisches Urteil ab
  • Klagen wegen angeblicher Augenschäden durch Taxotere
  • Verfahren geht in nächste Beweisphase vor Gericht
  • Potenzielle Haftungsrisiken für den Pharmakonzern

Für den französischen Pharmakonzern Sanofi zieht sich ein juristischer Konflikt in den USA weiter in die Länge. Ein Bundesgericht in Louisiana hat den Versuch des Unternehmens blockiert, Klagen von Krebspatienten wegen angeblicher schwerer Nebenwirkungen vorzeitig abzuweisen. Damit rückt ein potenziell langwieriger Produkthaftungsfall wieder in den Fokus.

Streit um Taxotere-Nebenwirkungen

Im Zentrum des Verfahrens steht das Chemotherapeutikum Taxotere sowie dessen generische Variante Docetaxel. Ehemalige Patienten werfen der US-Tochtergesellschaft Sanofi-Aventis vor, die Behandlung verursache irreversible Augenschäden, konkret eine Verengung und Verstopfung des Tränenkanals.

Sanofi versuchte, den Fall durch ein summarisches Urteil abzuwenden. Die Argumentation des Konzerns stützte sich darauf, dass die Kläger keine zulässigen medizinischen Gutachten vorlegen könnten, die den ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Medikament und den Augenverletzungen zweifelsfrei belegen.

Richterin Jane Triche Milazzo wies diesen Vorstoß am Donnerstag zurück. Zwar schloss das Gericht Teile eines klägerischen Sachverständigengutachtens aus, die verbleibende Beweislage reichte jedoch aus, um eine vorzeitige Beendigung des Verfahrens zugunsten von Sanofi zu verhindern.

Wachsendes Haftungsrisiko

Die Entscheidung aus Louisiana zwingt Sanofi, sich weiterhin rechtlich mit den Vorwürfen auseinanderzusetzen. Solche Produkthaftungsklagen bergen für Pharmakonzerne stets das Risiko von hohen Entschädigungszahlungen oder kostspieligen außergerichtlichen Vergleichen. Der Fall geht nun im US-Bezirksgericht in die nächste Phase, in der die Kläger ihre Beweise für den medizinischen Zusammenhang im Rahmen einer ordentlichen Verhandlung detailliert darlegen müssen.

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