Sanofi hat im dritten Quartal die Markterwartungen klar übertroffen und die Jahresprognose angehoben. Der Treiber ist bekannt: Dupixent. Doch der neue Konzernchef Belén Garijo spricht bereits offen über die Zeit danach.
Dupixent zieht das Quartal
Der Umsatz stieg auf 14,44 Milliarden Euro, ein Plus von 16,2 Prozent. Zu konstanten Wechselkursen lag das Wachstum bei 14,3 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie kletterte um 22 Prozent auf 3,55 Euro, Analysten hatten mit knapp 2,80 Euro gerechnet.
Dupixent legte um fast 35 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro zu und lag damit deutlich über dem Konsens von etwa 5 Milliarden Euro. Das Mittel gegen Neurodermitis und Asthma wurde zuletzt für weitere Anwendungen zugelassen.
Auch die neueren Präparate liefern. Die Verkäufe der jüngsten Markteinführungen, darunter ALTUVIIIO, Ayvakit und Rezurock, wuchsen um 31,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Sie federten damit den Rückgang im Impfstoffgeschäft ab, das um 6,6 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro sank. Der Konzern führt das auf die erwartete zeitliche Verschiebung bei der Prävention von Atemwegserkrankungen zurück.
Höhere Prognose, größere Deals
Für 2026 erwartet Sanofi nun ein Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll im mittleren zweistelligen Bereich zulegen, jeweils zu konstanten Wechselkursen. Bisher standen rund 10 Prozent Umsatzplus im Plan, beim Gewinn ein etwas stärkeres Wachstum.
Die Abhängigkeit von einem einzigen Medikament bleibt das zentrale Thema. Garijo, seit Mai an der Spitze und mit einer strategischen Überprüfung des Konzerns befasst, nennt als Priorität, die Erträge über den Patentablauf von Dupixent hinweg zu sichern. Mehrere Analysten halten Zukäufe für nötig, um neue Wirkstoffe in die Pipeline zu holen, bevor 2027 die meisten wichtigen Spätphasendaten erwartet werden.
Finanzchef François Roger deutete an, dass Sanofi über Transaktionen nachdenkt, die größer ausfallen als die bisher üblichen 2 bis 5 Milliarden Euro. Das Interesse gelte vor allem Spätphasenprojekten und möglicherweise bereits vermarkteten Produkten, etwa bei seltenen Erkrankungen, Impfstoffen und Immunologie.
Auch sogenannte „Moonshots“ mit hohem medizinischem Bedarf schloss er nicht aus. Einige Analysten beziffern die Schlagkraft für Übernahmen auf rund 20 Milliarden Euro.
Konkrete Ziele nannte das Management nicht. Mit den angehobenen Zielen und einem prall gefüllten Spielraum für Zukäufe dürfte die Frage nach dem ersten großen Deal unter Garijo die Berichterstattung über Sanofi in den kommenden Monaten prägen.
Stand heute, 30. Oktober: Sanofi – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Sanofi investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 30. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
