SanDisk legt am Freitag kräftig zu und notiert bei 1.420,00 Euro, ein Plus von 6,8 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs von 1.330,00 Euro. Über sieben Tage summiert sich der Kursgewinn sogar auf 35 Prozent. Grundlage der Erholung sind massive neue Geschäftsabschlüsse und eine überraschend robuste Umsatzentwicklung, die der Speicherhersteller in den vergangenen Tagen bekanntgegeben hat.
Zehn neue Verträge im Volumen von 93,9 Milliarden Dollar
Im Zentrum der guten Stimmung steht der Investorentag vom Donnerstag. Dort teilte SanDisk mit, zehn neue Geschäftsvereinbarungen im Volumen von mindestens 93,9 Milliarden Dollar mit einer Visibilität von mehr als vier Jahren unterzeichnet zu haben.
Das Management erwartet, dass diese sogenannten New Business Model-Vereinbarungen im Geschäftsjahr 2027 mehr als 50 Prozent der ausgelieferten Bits abdecken sollen. Bereits seit der April-Präsentation hatte SanDisk fünf solcher Abkommen angekündigt, seither kamen fünf weitere hinzu – darunter drei mit neuen Kunden.
Flankiert wird die Wachstumsstory durch die jüngsten Quartalszahlen. Im vierten Geschäftsquartal erzielte SanDisk einen Umsatz von 8,97 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 51 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Der GAAP-Nettogewinn lag bei 6,90 Milliarden Dollar, was einem verwässerten Ergebnis von 43,97 Dollar pro Aktie entspricht.
Rund zwei Drittel des sequenziellen Umsatzwachstums gehen auf höhere Preise zurück, ein Drittel auf gestiegene Volumina. Für das Gesamtjahr 2026 weist SanDisk einen Umsatz von 20,25 Milliarden Dollar aus, ein Plus von 175 Prozent gegenüber dem Vorjahr, bei einem Nettogewinn von 11,43 Milliarden Dollar.
Ausblick und Kapitalrückführung stützen das Vertrauen
Für das erste Quartal 2027 rechnet SanDisk mit einem Umsatz zwischen 10,30 und 10,80 Milliarden Dollar sowie einem bereinigten Ergebnis pro Aktie zwischen 44,00 und 46,00 Dollar.
Der Vorstand genehmigte zudem ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm über 14 Milliarden Dollar, wodurch sich die verbleibende Rückkaufermächtigung auf 15,5 Milliarden Dollar summiert. Allein im vierten Quartal hatte SanDisk bereits Aktien im Wert von 4,5 Milliarden Dollar zurückgekauft.
Trotz der jüngsten Rally bleibt die Aktie 31 Prozent von ihrem 52-Wochen-Hoch von 2.060,00 Euro entfernt, das im Juni erreicht wurde – ein Hinweis darauf, dass der Markt die massiven Kursschwankungen der vergangenen Monate noch nicht vollständig aufgeholt hat.
Technologie-Vorstoß für die KI-Ära
Neben den Finanzkennzahlen treibt auch der technologische Fortschritt die Nachrichtenlage. Zusammen mit Kioxia Corporation stellte SanDisk am 12. August eine neue, neunte Generation von QLC-3D-Flashspeicher mit 2 Terabit vor, die speziell für die Anforderungen KI-getriebener Infrastruktur entwickelt wurde. Die Technologie liefert eine NAND-Schnittstellengeschwindigkeit von 4,8 Gigabit pro Sekunde, ein Plus von 33 Prozent gegenüber der achten Generation.
Bereits am 3. August hatten SanDisk und SK hynix die technische Spezifikation für die sogenannte High Bandwidth Flash-Technologie über das Open Compute Project veröffentlicht – nur sechs Monate nach dem Start des Konsortiums im Februar.
Google und Tenstorrent traten dem Konsortium während des Standardisierungsprozesses bei und trugen laut Unternehmensangaben wesentlich zur Validierung der Technologie bei. Der Vorstoß unterstreicht, wie sehr sich SanDisk auf die wachsende Nachfrage nach Speicherlösungen für KI-Infrastruktur ausrichtet – ein Markt, den Analysten als zentralen Wachstumstreiber der kommenden Jahre einordnen.
SANDISK-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SANDISK-Analyse vom 14. August liefert die Antwort:
Die neusten SANDISK-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SANDISK-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SANDISK: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
