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SANDISK Aktie: Fertigungskooperation bis 2034 verlängert

SanDisk und Kioxia wollen ihre Fertigung in Japan ausbauen, während KI-Speicher das Wachstum antreibt und Analysten ihre Kursziele anpassen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 31 Milliarden Dollar für Japan geplant
  • Kitakami Fab3 soll erweitert werden
  • Datacenter-Umsatz steigt um 437 Prozent
  • CEO verkauft 49.782 SanDisk-Aktien

SanDisk setzt auf eine massive Erweiterung seiner Produktionskapazitäten und festigt die langfristige Zusammenarbeit mit seinem Partner Kioxia. Wie beide Unternehmen am Donnerstag bekannt gaben, ist bis zum Jahr 2032 eine gemeinsame Investition von über 31 Milliarden US-Dollar (rund 5 Billionen Yen) in Japan geplant. Diese weitreichende Entscheidung unterstreicht den strategischen Fokus auf die steigende Nachfrage nach Speicherlösungen, die insbesondere durch Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) getrieben wird.

Massive Kapazitätserweiterung bis 2034

Kern der neuen Vereinbarung ist die Erweiterung der Produktionsstätte Kitakami Fab3. Die ersten Erzeugnisse aus dieser Kapazitätsausweitung werden für das Geschäftsjahr 2029 erwartet.

Parallel zur finanziellen Zusage verlängerten die Partner ihre bestehende Fertigungskooperation vorzeitig bis Dezember 2034. Die Umsetzung der Investitionspläne steht jedoch unter dem Vorbehalt entsprechender staatlicher Unterstützungen durch die japanische Regierung.

Technologisch bereiten die Partner bereits den nächsten Schritt vor. Mitte August präsentierten SanDisk und Kioxia die neue BiCS10 QLC 3D-Flash-Speichertechnologie. Diese Architektur mit 332 Lagen soll eine um 60 Prozent höhere Bitdichte im Vergleich zur Vorgängergeneration BiCS8 bieten.

Mit einer Flächendichte von über 37 Gigabit pro Quadratmillimeter und einer Schnittstellengeschwindigkeit von 4,8 Gigabit pro Sekunde ist die Technologie gezielt für rechenintensive Rechenzentrums- und KI-Anwendungen konzipiert.

Rekordwachstum durch Rechenzentren und KI-Speicher

Die Investitionsoffensive folgt auf ein außergewöhnlich starkes Geschäftsjahr. Für das am 3. Juli beendete vierte Geschäftsquartal meldete SanDisk am 5. August einen Umsatz von 8,97 Milliarden US-Dollar, was einem sequenziellen Zuwachs von 51 Prozent entspricht.

Das Unternehmen konnte dabei sowohl von höheren Absatzmengen als auch von einem verbesserten Preisumfeld profitieren. Besonders beeindruckend entwickelte sich das Gesamtjahr 2026: Der Jahresumsatz sprang um 175 Prozent auf 20,25 Milliarden US-Dollar nach oben. Der Bereich Datacenter erwies sich dabei als wichtigster Wachstumstreiber mit einem Erlösplus von 437 Prozent.

Im Rahmen eines Investorentages am 13. August gab das Management zudem einen optimistischen Ausblick auf die Jahre 2028 bis 2030. Das Unternehmen strebt ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen zweistelligen Prozentbereich an. Dabei werden eine Bruttomarge von rund 80 Prozent und eine operative Marge von etwa 75 Prozent in Aussicht gestellt.

SanDisk verpflichtete sich zudem, nach den notwendigen Investitionen in das operative Geschäft sämtliche überschüssigen Barmittel in Form von Rückzahlungen an die Aktionäre auszuschütten.

Analystenreaktion und Insider-Transaktion

Trotz der starken Wachstumsaussichten zeigten sich Analysten zuletzt geringfügig vorsichtiger bei der Bewertung. Am Montag reduzierte die Investmentbank Mizuho Securities das Kursziel für die Aktie von 1.900 auf 1.875 US-Dollar.

Bereits am 5. August hatte Wamsi Mohan, Analyst bei der Bank of America, das Ziel hingegen auf 2.500 US-Dollar angehoben. Das aktuelle Marktumfeld bleibt dennoch volatil: Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 1.280,00 Euro. Damit notiert der Wert rund 38 Prozent unter seinem am 22. Juni markierten 52-Wochen-Hoch von 2.060,00 Euro. Mit dem derzeitigen Kursniveau liegt das Papier zudem etwa 8,3 Prozent unter seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage.

Anleger nahmen zudem eine Meldung über Anteilsverkäufe aus der Führungsebene zur Kenntnis. Laut einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC veräußerte SanDisk-CEO David Goeckeler am vergangenen Dienstag 49.782 Aktien zu einem Preis von je 1.480,77 US-Dollar.

Die Transaktion diente laut Unternehmensangaben zur Erfüllung von Steuerverpflichtungen aus fällig gewordenen Aktienoptionen. Nach dem Verkauf hält Goeckeler weiterhin einen Bestand von 457.788 Papieren des Unternehmens.

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Diskussion zu SANDISK

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.