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SanDisk: 4,12-Prozent-Rücksetzer nach Rekordjagd

Sandisk verzeichnet nach Rekordhoch Gewinnmitnahmen. Analysten sehen trotz Korrektur Potenzial durch KI-Nachfrage und starke Quartalszahlen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursrückgang nach Rekordhoch
  • Gewinnmitnahmen nach starker Rallye
  • KI-Nachfrage treibt Speichergeschäft
  • Starinvestor Tepper steigt ein

Der NAND-Flash-Spezialist Sandisk hat eine Achterbahnwoche hinter sich. Am Donnerstag schoss der Kurs um über zehn Prozent auf ein neues Hoch – am Freitag folgte der Rücksetzer: minus 4,12 Prozent auf 1.478,69 Dollar. Grund sind Gewinnmitnahmen nach einer Rallye, die den Aktienkurs seit Jahresbeginn um 437 Prozent nach oben getrieben hat.

Die Volatilität ist enorm: Die annualisierte 30-Tage-Schwankungsbreite liegt bei 94 Prozent. Der RSI von 79,5 signalisiert, dass das Papier trotz der Korrektur technisch überkauft bleibt.

Vom Zykliker zum KI-Lieferanten

Der Höhenflug hat fundamentale Gründe. Sandisk hat sich nach dem Spin-Off von Western Digital Anfang 2025 als reiner NAND-Speicheranbieter neu positioniert – und profitiert massiv vom KI-getriebenen Nachfrageschub nach Enterprise-SSDs.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 steigerte der Konzern den Umsatz auf 5,95 Milliarden Dollar – ein Plus von 251 Prozent zum Vorjahr. Die Non-GAAP-Bruttomarge kletterte auf 78,4 Prozent. Der Data-Center-Umsatz legte im Quartalsvergleich um 233 Prozent zu.

Zur Stabilisierung der Preise setzt Sandisk auf langfristige Kundenverträge mit finanziellen Garantien von über elf Milliarden Dollar. Ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm untermauert zudem das Vertrauen des Managements in die eigene Bewertung.

Tepper steigt ein – Signal für den Markt?

Bemerkenswert ist der Einstieg von Starinvestor David Tepper. Sein Hedgefonds erwarb 281.250 Aktien – ein klares Votum, dass der strukturelle Wandel in der Speicherbranche höhere Bewertungen rechtfertigt als historisch üblich.

Technisch betrachtet liegt der erste Support bei rund 1.410 Dollar. Rutscht der Kurs darunter, droht eine Korrektur in Richtung 1.120 Dollar. Der jüngste Widerstand: das 52-Wochen-Hoch von 1.562 Dollar, das am 8. Mai erreicht wurde.

Ausblick: Wachstum verlangsamt sich, Basis bleibt

Für das Schlussquartal erwartet das Management einen Umsatz zwischen 7,75 und 8,25 Milliarden Dollar – immer noch Rekordniveau, aber das Wachstumstempo nimmt ab. Die Bruttomarge soll bei 79 bis 81 Prozent bleiben.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Rallye eine Verschnaufpause braucht oder ob die KI-Nachfrage weitere Kursrekorde ermöglicht. Entscheidend ist, ob die Unterstützungszone hält – dann könnte der Aufwärtstrend intakt bleiben.

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Diskussion zu SANDISK

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.