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SanDisk: 4.700 Prozent Rallye in einem Jahr

SanDisk verzeichnet Kurssprung von über elf Prozent. Analysten sehen Potenzial, warnen aber vor hoher Bewertung und Marktzyklen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kurssprung von über elf Prozent
  • NAND-Flash-Knappheit bis 2028 erwartet
  • Produktionskapazitäten könnten um 40% sinken
  • Analysten sehen Kurse bis 3.250 Dollar

SanDisk startet mit einer Marktkapitalisierung von 323 Milliarden US-Dollar in die letzte Juniwoche. Ein Kurssprung von über elf Prozent am vergangenen Freitag unterstreicht die enorme Dynamik im Speichersektor. Der weltweite Mangel an NAND-Flash-Speichern trifft auf einen Hunger der KI-Industrie, der kaum zu stillen ist.

Apple-Chef Tim Cook bezeichnete steigende Speicherpreise jüngst als unvermeidbar. Branchenkenner erwarten, dass dieses Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bis 2028 bestehen bleibt. Die Knappheit scheint kein kurzfristiges Phänomen zu sein.

Die Produktionskapazitäten für NAND-Flash könnten bis 2027 um 40 Prozent sinken. Parallel dazu steigt der Bedarf an Enterprise-SSDs für KI-Workloads jährlich um geschätzte 35 Prozent. Diese Schere zwischen Angebot und Nachfrage stützt das aktuelle Preisniveau.

Analysten zwischen Euphorie und Vorsicht

Die rasante Rallye von über 4.700 Prozent innerhalb eines Jahres sorgt für Gesprächsstoff. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt mittlerweile bei etwa 75. Kritiker verweisen auf die historische Zyklik des Marktes und möglichen Wettbewerbsdruck.

Die Analysten der Bank of America rufen ein Kursziel von 2.100 US-Dollar auf. Susquehanna geht noch weiter und hält 3.250 US-Dollar für möglich. Die kommenden Tage bringen neue Orientierungspunkte für den Sektor.

Micron-Zahlen als Wegweiser

Am 24. Juni veröffentlicht Micron Technology seine Ergebnisse für das dritte Quartal. Dieser Bericht dient dem Markt als Gradmesser für den KI-Speicher-Boom. Western Digital dürfte sich in Kürze zu seiner Beteiligung an SanDisk äußern.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.