Ein einziges Quartal reicht aus, um das gesamte Vorjahresergebnis in den Schatten zu stellen. Samsung Electronics liefert im ersten Jahresviertel Zahlen, die den massiven Einfluss des KI-Booms auf die Halbleiterindustrie belegen. Die Nachfrage nach Hochleistungsspeicherchips trifft auf ein knappes Angebot. Das katapultiert die Margen in nie gekannte Höhen.
Der operative Gewinn vervielfachte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 57,2 Billionen Won. Der Umsatz kletterte um 69 Prozent. Damit übertrifft das aktuelle Quartalsergebnis den kompletten Jahresgewinn von 2025.
An der Börse honorieren Investoren diese Entwicklung. Die Samsung-Aktie legte nach der Zahlenvorlage leicht zu und baut ihr starkes Jahresplus weiter aus. Das Papier des südkoreanischen Tech-Giganten hängt den breiten Markt in diesem Jahr deutlich ab.
Speicherchips als Profitmotor
Fast der gesamte Überschuss stammt aus der Halbleitersparte. Besonders margenstarke Produkte wie HBM3E und die neu angelaufene Massenproduktion der sechsten Generation HBM4 treiben das Geschäft. Allein die Speichersparte steuerte einen operativen Gewinn im mittleren 50-Billionen-Won-Bereich bei.
Samsung beliefert als erstes Unternehmen Nvidia mit HBM4-Chips für dessen kommende KI-Plattform Vera Rubin. Erste Umsätze flossen bereits in das aktuelle Quartalsergebnis ein. Parallel dazu bleibt der Wettbewerb hart. Der heimische Rivale SK Hynix verteidigte zuletzt seine Marktführerschaft bei HBM-Speichern und hatte seine Chips deutlich früher an Kunden ausgeliefert.
Google als neuer Großkunde
Um die Abhängigkeit von Nvidia zu verringern, diversifizieren die Südkoreaner ihren Kundenstamm. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass sich Samsung und SK Hynix die HBM-Lieferungen für Googles KI-Prozessoren künftig etwa hälftig teilen.
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Ein Treffen auf höchster Ebene untermauert diese Strategie. Ende April besuchte Google-DeepMind-Chef Demis Hassabis Südkorea. Bei Gesprächen mit Samsung-Chairman Lee Jae-yong ging es um die Lieferung von Speicherchips und die mögliche gemeinsame Entwicklung von KI-Halbleitern der nächsten Generation.
Schwäche im Smartphone-Geschäft
Der Chip-Boom hat eine Kehrseite für andere Konzernbereiche. Die gestiegenen Speicherpreise belasten die eigene Mobilfunk- und Netzwerksparte. Deren Gewinn brach um 30 Prozent auf drei Billionen Won ein.
Auch das Geschäft abseits der Speicherchips schwächelt. Für die Auftragsfertigung und das System-LSI-Geschäft wird ein operativer Verlust von über einer Billion Won erwartet. Das macht den Konzern extrem abhängig vom aktuellen Zyklus der Speicherpreise.
Volle Auftragsbücher für 2026
Das Management rechnet für das zweite Quartal mit einer weiteren Verbesserung der Ertragslage. Die Investitionen in KI-Infrastruktur treiben die Preise weiter nach oben. Analyst Sohn In-joon von Heungkuk Securities kalkuliert für das laufende Vierteljahr mit einem neuen Rekordgewinn von 75 Billionen Won.
Die Kapazitäten für HBM-Chips sind laut Unternehmensangaben für das laufende Jahr restlos ausgebucht. Der Umsatz mit diesen Hochleistungsspeichern soll sich mehr als verdreifachen. In der Auftragsfertigung startet in der zweiten Jahreshälfte planmäßig die Produktion der nächsten 2-Nanometer-Generation.
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