Salesforce befindet sich in einer entscheidenden Phase der Neuorientierung. Während der Software-Riese massiv in seine „Agentforce“-KI investiert, hat sich das klassische Umsatzwachstum inzwischen auf ein einstelliges Niveau abgekühlt. Anleger wägen derzeit ab: Reichen die neuen autonomen KI-Agenten aus, um die Wachstumsraten wieder anzukurbeln, oder bleibt die Aktie vorerst in der aktuellen Konsolidierung gefangen?
Strategie gegen die Wachstumsschwäche
Die Salesforce-Aktie bewegt sich nach dem Handelsende am Freitag bei rund 260 US-Dollar in einer engen Spanne. Der Markt verarbeitet noch immer die strategischen Manöver des Unternehmens im Bereich der künstlichen Intelligenz. Um die Akzeptanz zu beschleunigen, veröffentlichte das Unternehmen diese Woche das „AI Fluency Playbook“. Ziel dieser Initiative ist es, Unternehmenskunden auf den Einsatz autonomer KI-Agenten vorzubereiten – ein Schritt, der die menschlichen Barrieren bei der Technologie-Einführung abbauen soll.
Erste Erfolge dieser Strategie zeichnen sich bereits ab. Das Unternehmen konnte zuletzt über 18.500 Abschlüsse für seine „Agentforce“-Plattform vermelden. Die Bereiche KI und Daten erreichen mittlerweile eine jährliche wiederkehrende Umsatzrate (ARR) von fast 1,4 Milliarden US-Dollar. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass das Produkt trotz allgemeiner Zurückhaltung bei den IT-Ausgaben im Markt Fuß fasst.
Cashflow als Sicherheitsnetz
Trotz der KI-Fantasie bleibt die finanzielle Disziplin für Investoren das zentrale Thema. Mit einem Umsatzwachstum von zuletzt 9 Prozent wandelt sich Salesforce vom dynamischen Angreifer zum reifen Standardwert. Wichtigste Stütze für den Aktienkurs ist dabei die massive Generierung von Barmitteln:
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- Free Cash Flow: Im dritten Quartal erwirtschaftete der Konzern 2,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
- Prognose: Für das Gesamtjahr stellt das Management einen operativen Cashflow von rund 15 Milliarden US-Dollar in Aussicht.
Diese starke Liquidität sichert das Aktienrückkaufprogramm und Dividendenzahlungen ab, was die Bewertung der Aktie auch in Phasen schwächeren Wachstums stützt. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 22 liegt Salesforce mittlerweile auf dem Niveau des breiten Marktes (S&P 500).
Der Blick auf den Chart
Aus technischer Sicht kämpft die Aktie um die Marke von 260 US-Dollar, die als psychologischer Dreh- und Angelpunkt fungiert. Um ein klares Kaufsignal zu generieren, müsste der Kurs den Widerstand bei 270 US-Dollar überwinden; darüber wartet bei 290 US-Dollar die nächste Hürde. Auf der Unterseite gilt die Zone zwischen 250 und 256 US-Dollar als wichtige Unterstützung. Ein Rutsch unter 250 US-Dollar könnte den Weg zu den früheren Tiefstständen bei 225 US-Dollar ebnen.
Die kurzfristige Richtung wird davon abhängen, ob die Aktie das Niveau von 260 US-Dollar in den kommenden Sitzungen verteidigen kann. Investoren honorieren die Cashflow-Stärke, warten aber für einen Ausbruch nach oben auf den Beweis, dass die KI-Strategie das Wachstum wieder signifikant beschleunigen kann.
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