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Salesforce Aktie: Wahrheit oder Fiktion?

Salesforce erweitert Partnerschaft mit Google Cloud für KI-Agenten, während die Aktie seit Jahresbeginn rund 31 Prozent verliert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • KI-Agenten-Integration mit Google Cloud
  • CEO Benioff verteidigt SaaS-Geschäftsmodell
  • Aktie mit 31 Prozent Jahresverlust
  • Analysten sehen Kurspotenzial von 87 Prozent

Starke Unternehmensnachrichten, schwache Kursentwicklung — bei Salesforce klaffen Realität und Stimmung derzeit weit auseinander. Die Aktie verliert seit Jahresbeginn rund 31 Prozent, während CEO Marc Benioff öffentlich gegen Untergangsszenarien für klassische Softwareanbieter argumentiert.

Google-Partnerschaft: KI-Agenten arbeiten plattformübergreifend

Das wichtigste Ereignis der Woche war die Partnerschaftserweiterung mit Google Cloud, die beide Unternehmen am 22. April auf Googles Cloud Next ’26 in Las Vegas verkündeten. Das Ziel: KI-Agenten sollen künftig nahtlos über beide Plattformen hinweg arbeiten.

Konkret bedeutet das — Salesforces Agentforce-System kann auf Google Docs, Slides und Drive zugreifen. Umgekehrt darf Googles Gemini Enterprise Daten aus Salesforces CRM-Plattform abrufen und dort Aktionen auslösen. Das Schlagwort dafür lautet „Agentic Interoperability“.

Die ersten Integrationen laufen bereits. Agentforce Sales in Gemini Enterprise ist im Open Beta verfügbar. Gemini Enterprise in Slack befindet sich in der Private Preview. Weitere Funktionen folgen im Mai 2026 und Ende des Jahres.

Benioff gegen die „SaaSpocalypse“

Parallel zur Partnerschaft lieferte Benioff eine öffentliche Gegenrede. Die Befürchtung, Unternehmen könnten mit KI eigene Tools bauen und klassische SaaS-Anbieter verdrängen, weist er zurück. Datensicherheit und Compliance machten Salesforce unersetzlich, argumentierte er gegenüber dem Wall Street Journal.

Zahlen sollen das belegen. Agentforce ist bei 23.000 der 150.000 Salesforce-Kunden im Einsatz. Bei Pearson löst das System Bestellstatus-Anfragen, Rückerstattungen und Zugangsprobleme selbstständig — mit 40 Prozent mehr Anfragen ohne menschliche Eingriffe. Bei PenFed Credit Union sank das IT-Ticketvolumen um ebenfalls 40 Prozent.

Kurs unter Druck, Analysten bleiben optimistisch

Die Kursreaktion auf die Neuigkeiten war ernüchternd. Nach einem kurzen Aufwärtsimpuls fiel die Aktie wieder zurück. Aktuell notiert Salesforce bei 148,64 Euro — rund 25 Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts von 197,40 Euro. Der RSI liegt bei 26,6 und signalisiert damit überverkaufte Bedingungen.

Die Ursachen des Jahrestiefs liegen tiefer. Wachstumsschwäche in den Segmenten Marketing, Commerce und Tableau belastet die Stimmung. Hinzu kommt die Sorge, dass KI-native Wettbewerber Marktanteile gewinnen könnten.

Wall Street bleibt dennoch konstruktiv. 35 Analysten vergeben im Schnitt ein Kursziel von 278,74 Dollar — das entspricht einem erheblichen Aufschlag zum aktuellen Niveau. Das Forward-KGV von 14,2 liegt spürbar unter dem Branchendurchschnitt von 19,2.

Den nächsten konkreten Datenpunkt liefern die Quartalszahlen für Q1 2026. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 3,12 Dollar — ein Plus von rund 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ob Salesforce das Wachstum tatsächlich wieder beschleunigt, wird dieser Bericht zeigen.

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