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Symbolbild, KI-generiert

Salesforce Aktie: Sektor-Abrechnung läuft

Piper Sandler senkt das Kursziel für Salesforce, bewertet aber den gesamten Enterprise-Software-Sektor neu. Trotz starker Quartalszahlen und KI-Erfolgen notiert die Aktie deutlich tiefer.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursziel von Piper Sandler um 14 Prozent gesenkt
  • Starke Quartalszahlen und KI-Wachstum bei Agentforce
  • Aktie notiert 32 Prozent unter Vorjahresniveau
  • Breite Analystengemeinde hält an Kaufempfehlungen fest

Piper Sandler senkt das Kursziel für Salesforce um 14 Prozent — und hält trotzdem an der Kaufempfehlung fest. Diese Kombination erzählt viel über die aktuelle Lage im Softwaresektor.

Kein Einzelfall, sondern Branchensignal

Analyst Billy Fitzsimmons von Piper Sandler hat das Kursziel von 250 auf 215 Dollar gekappt. Zeitgleich senkte er das Microsoft-Ziel von 600 auf 500 Dollar. Sein Befund: 2026 sei „hart für Enterprise-Software“ gewesen. Frontier-KI-Anbieter drängen zunehmend in Bereiche, die bisher klassische Softwarekonzerne besetzten — und konkurrieren damit direkt um IT-Budgets.

Das Ergebnis: Piper Sandler hat die Bewertungsmultiplikatoren für die gesamte Gruppe vor dem Q1-Berichtszyklus gesenkt. Neben Salesforce und Microsoft traf es auch ServiceTitan, ZoomInfo, Amplitude und HubSpot. Drei Namen wurden sogar herabgestuft. Das ist eine sektorweite Neubewertung, keine Salesforce-spezifische Warnung.

Starke Zahlen, schwacher Kurs

Die Diskrepanz zwischen Fundamentaldaten und Aktienkurs bleibt auffällig. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 wuchs der Umsatz um 12,1 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 3,81 Dollar — deutlich über der Konsensschätzung von 3,05 Dollar.

Agentforce, Salesforces KI-Plattform, erzielte einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von 800 Millionen Dollar. Das entspricht einem Plus von 169 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 29.000 Deals wurden abgeschlossen, 50 Prozent mehr als im Vorquartal. Ferner hat Salesforce öffentlichkeitswirksame Staatsaufträge gewonnen: Das US-Arbeitsministerium und die Veterans Health Administration setzen Agentforce bereits ein.

Trotzdem notiert die Aktie bei rund 171 Dollar — rund 32 Prozent unter dem Niveau vor einem Jahr.

Was die Bullen trotzdem überzeugt

Die breite Analystengemeinde bleibt zuversichtlich. 35 von 36 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei 272 Dollar — weit über dem aktuellen Kurs.

Das Management hat für das Geschäftsjahr 2027 einen Umsatz zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Das wäre ein Wachstum von 10 bis 11 Prozent. Für die zweite Jahreshälfte erwartet das Unternehmen eine Beschleunigung des organischen Wachstums.

Hinzu kommt eine Quartalsdividende von 0,44 Dollar je Aktie, zahlbar am 23. April 2026 — ein Anstieg von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für einkommensorientierte Investoren ist das ein konkreter Termin in den nächsten Tagen.

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