Der Enterprise-Software-Gigant Salesforce steht vor einer Woche der Wahrheit. Kurz vor der Veröffentlichung der eigenen Quartalszahlen liefert das Unternehmen exklusive Einblicke in das Kaufverhalten am Black Friday, die jedoch ein zweischneidiges Schwert offenbaren. Während die Aktie gefährlich nahe an ihrem Jahrestief notiert, fragen sich nervöse Anleger: Kann der anstehende Finanzbericht die ersehnte Wende bringen oder folgt der nächste Nackenschlag?
Zweischneidige Black-Friday-Daten
Noch bevor Salesforce seine eigenen Bücher öffnet, fungiert der Konzern als Pulsgeber für die digitale Wirtschaft. Dank seiner Analyseplattformen, die riesige Mengen globaler E-Commerce-Transaktionen verarbeiten, meldet das Unternehmen für den US-Markt am Black Friday Online-Ausgaben in Höhe von 18 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 3 % im Vergleich zum Vorjahr.
Doch der Schein trügt, denn die Details der Daten deuten auf anhaltenden wirtschaftlichen Druck hin:
* Bestellvolumen: Die Anzahl der Bestellungen sank leicht um 1 %.
* Warenkorb: Die Einheiten pro Transaktion fielen um 2 %.
* Der Treiber: Das Umsatzplus resultiert primär aus gestiegenen Preisen, nicht aus einer höheren Nachfrage.
Für Salesforce ist dies eine ambivalente Nachricht: Technologisch beweist die „Commerce Cloud“ ihre enorme Reichweite, doch das makroökonomische Umfeld bleibt schwierig, da echtes Volumenwachstum ausbleibt.
Showdown am Mittwoch
Die Nervosität am Markt ist greifbar. Alle Augen richten sich nun auf den kommenden Mittwoch, den 3. Dezember 2025, wenn Salesforce die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal präsentiert. Die Erwartungshaltung ist konkret definiert:
* Umsatz: Analysten rechnen mit ca. 10,26 Milliarden US-Dollar (+8,7 % zum Vorjahr).
* Gewinn: Der Gewinn pro Aktie (EPS) wird bei etwa 2,85 US-Dollar erwartet (+18,3 %).
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Viel entscheidender als diese Kennzahlen dürfte jedoch der Ausblick auf den KI-Sektor sein. Investoren fordern Beweise, dass die neuen KI-Initiativen, insbesondere „Agentforce“, nicht nur Zukunftsmusik sind, sondern zeitnah monetarisiert werden können.
Bodenbildung oder Abgrund?
Die Skepsis der Anleger spiegelt sich deutlich im Chartbild wider. Während Konkurrenten wie SAP oder Oracle zuletzt besser abschnitten, kämpft die Salesforce-Aktie massiv. Mit einem Schlusskurs von 198,50 Euro notiert das Papier nur noch hauchdünn über dem 52-Wochen-Tief von 195,58 Euro.
Der Kursverlust seit Jahresbeginn summiert sich mittlerweile auf dramatische 38,40 %. Die Reaktion auf die Zahlen am Mittwoch wird entscheiden, ob dieser Abwärtstrend gebrochen werden kann oder ob die Bären den Titel auf neue Tiefststände drücken. Investoren brauchen jetzt zwei Bestätigungen: Ein resilientes Kerngeschäft trotz schwächelndem Marktumfeld und konkrete Erfolge bei der KI-Strategie.
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