Ein massiver Kursverlust von 30 Prozent seit Jahresbeginn und wachsende Sorge vor dem Ende der klassischen Software-Ära prägen das Bild. Bei Salesforce klaffen Realität und Stimmung derzeit weit auseinander. Ein radikaler Umbau der Plattform-Architektur und ein überraschender Vertrauensbeweis eines prominenten Investors sorgen nun für frischen Wind.
KI-Agenten übernehmen das Steuer
Auf der Entwicklerkonferenz TDX in San Francisco präsentierte das Management die umfassendste Transformation der Firmengeschichte. Unter dem Namen „Headless 360“ öffnet der Konzern seine Plattform für externe Schnittstellen. KI-Agenten können das System künftig bedienen, ohne einen Browser zu öffnen.
Sofort verfügbar sind mehr als 60 spezifische Werkzeuge. Diese gewähren den Agenten direkten Zugriff auf Entwicklungsumgebungen wie Anthropics Claude Code. Eine neue Steuerungsebene soll dabei die reibungslose Zusammenarbeit verschiedener KI-Modelle garantieren.
Prominenter Investor wittert den Boden
Dieser Schritt reagiert auf tiefgreifende Ängste im Softwaresektor. Viele Investoren fürchten, dass klassische Abo-Modelle durch den Vormarsch künstlicher Intelligenz obsolet werden. Branchenkenner wie OpenAI-Manager Brad Lightcap betonen indes die strukturellen Vorteile etablierter Anbieter bei Daten und Vertrieb.
Michael Burry teilt diesen Optimismus. Der für seine unkonventionellen Wetten bekannte Investor baut aktuell Positionen in Salesforce auf. Er geht davon aus, dass der technische Verkaufsdruck bald nachlässt und die Branche ihren Tiefpunkt erreicht hat.
Erholungstendenz trifft auf Skepsis
Der Markt reagierte prompt auf die Nachrichten. Im vorbörslichen Handel kletterte das Papier auf rund 184 US-Dollar und verzeichnete damit ein Plus von fast zehn Prozent innerhalb einer Woche. Das technische Bild bleibt indes angespannt. Die Aktie notiert weiterhin deutlich unter ihrer 200-Tage-Linie.
Parallel dazu passen Analysten ihre Modelle an. Piper Sandler senkte das Kursziel von 250 auf 215 US-Dollar. Analyst Billy Fitzsimmons behält seine Kaufempfehlung bei, verweist aber auf ein hartes Jahr für Unternehmenssoftware durch den aggressiven Wettbewerb um IT-Budgets.
Kapitalrückflüsse stützen den Kurs
Ein konkreter Impuls für Aktionäre steht bereits in wenigen Tagen an. Am 23. April schüttet der Konzern eine Quartalsdividende von 0,44 US-Dollar je Anteilsschein aus. Flankiert wird diese Auszahlung von einem massiven Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 50 Milliarden US-Dollar.
Der Konsens der Wall Street signalisiert trotz der jüngsten Turbulenzen erhebliches Aufwärtspotenzial. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei knapp 279 US-Dollar, was einem rechnerischen Zuwachs von über 50 Prozent entspricht. Gelingt es dem Management, die neue Architektur zügig bei Großkunden zu etablieren, dürfte dies den Boden für eine nachhaltige Neubewertung bereiten.
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