Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Salesforce Aktie: Nachhaltigkeitsstrategie präsentiert

Salesforce Aktie: Nachhaltigkeitsstrategie präsentiert

Die Aktie von Salesforce verliert an Wert, während große Investmenthäuser an positiven Kurszielen festhalten. Die Diskrepanz zwischen Marktskepsis und Analystenoptimismus ist groß.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie verliert deutlich an Wert
  • Prominenter Insiderverkauf belastet Stimmung
  • Analysten sehen hohes Aufwärtspotenzial
  • KI-Offensive soll Wachstum ankurbeln

Salesforce steht an einem spannenden Punkt: Während die Aktie in den vergangenen Wochen deutlich an Boden verloren hat, halten große Investmenthäuser an klar positiven Einschätzungen fest. Parallel treibt das Unternehmen seine KI-Strategie voran – doch an der Börse überwiegt derzeit die Skepsis. Wie passt das zusammen?

Kursdruck trotz Erholungsversuch

Die Aktie hat in den letzten zwölf Monaten fast ein Viertel an Wert eingebüßt und liegt seit Jahresbeginn im Minus. Allein in den vergangenen sieben Tagen summiert sich das Minus auf gut 10 %. Damit notiert der Titel zwar über dem 52‑Wochen-Tief, aber weiterhin mit einem deutlichen Abstand von mehr als 30 % zum Hoch bei 345 US‑Dollar – ein klares Zeichen, dass der Verkaufsdruck der letzten Monate noch nachwirkt.

Auffällig ist dabei die erhöhte Nervosität im Markt: Die 30‑Tage-Volatilität liegt annualisiert bei knapp 60 %, der RSI von 69,6 zeigt, dass der Titel kurzfristig bereits an der Schwelle zum überkauften Bereich notiert. Technisch betrachtet bewegt sich die Aktie nur knapp über ihren gleitenden Durchschnitten der letzten 50, 100 und 200 Tage – ein Umfeld, in dem Richtungswechsel häufig stark ausfallen.

Insiderverkauf als Stimmungsdämpfer

Ein zusätzlicher Belastungsfaktor kam in dieser Woche von der Insider-Seite. Am 14. Januar 2026 veräußerte Aufsichtsrätin Neelie Kroes 3.893 Salesforce-Aktien zu einem gewichteten Durchschnittskurs von rund 238,70 US‑Dollar. Das Transaktionsvolumen lag bei knapp 0,93 Millionen US‑Dollar.

Bemerkenswert ist vor allem die Größenordnung relativ zu ihrer Position: Durch den Verkauf reduzierten sich ihre direkten Bestände um rund 35 % auf 7.299 Aktien. Vor dem Hintergrund, dass der Kurs innerhalb einer Woche bereits mehr als 7 % nachgegeben hat, werten Marktteilnehmer solche Verkäufe häufig als Zeichen begrenzter kurzfristiger Zuversicht im Top-Management – auch wenn Insidertransaktionen grundsätzlich unterschiedliche, oft auch persönliche Gründe haben können.

KI-Offensive trifft auf Skepsis

Operativ setzt Salesforce klar auf künstliche Intelligenz, um Wachstumsängste im klassischen SaaS-Geschäft zu entschärfen. Ein Kernpunkt dabei sind neue Produkte und Integrationen, die zusätzliche Mehrwerte schaffen sollen, statt bestehende Lizenzerlöse zu verdrängen.

Zu den jüngsten Schritten zählen:

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Salesforce?

  • Slackbot-Update: Seit dem 13. Januar steht ein aktualisierter Slackbot auf Basis eines Anthropic-Modells für Business+ und Enterprise+ Kunden allgemein zur Verfügung. Ziel ist es, Workflows intelligenter zu automatisieren und Kollaboration effizienter zu machen.
  • Agentforce bei Davos 2026: Das Weltwirtschaftsforum setzt bei seinem Jahrestreffen in Davos auf den KI-Assistenten „Agentforce“ von Salesforce, um Teilnehmer-Logistik und Abläufe zu steuern. Das verschafft der Plattform eine prominente Bühne im Umfeld globaler Entscheider.

Trotz dieser Produktfortschritte bleibt die Stimmung am Optionsmarkt verhalten. Laut Berichten ist das Volumen an Put-Optionen mit rund 157.000 Kontrakten ungewöhnlich hoch. Das deutet darauf hin, dass zahlreiche Marktakteure entweder aktiv gegen weitere Kursverluste absichern oder auf anhaltende Schwäche spekulieren. Die Diskrepanz zwischen Produktnews und Optionsmarkt spiegelt die derzeitige Vorsicht wider: Die KI-Initiativen sind sichtbar, aber der Beweis für ihren nachhaltigen Umsatzhebel steht noch aus.

Analysten mit deutlichem Aufwärtspotenzial

Auf der Fundamentalseite stellen sich die institutionellen Analysten klar gegen das aktuelle Kursbild. Mehrere große Häuser haben ihre positiven Einschätzungen zuletzt noch einmal bekräftigt oder neu aufgenommen:

  • Goldman Sachs startete die Coverage mit „Buy“ und einem Kursziel von 330 US‑Dollar.
  • Wolfe Research bestätigte am 15. Januar ein „Outperform“-Rating mit Ziel 350 US‑Dollar.
  • Barclays bleibt bei „Overweight“ und einem Kursziel von 338 US‑Dollar.
  • RBC Capital erhöhte das Kursziel von 250 auf 290 US‑Dollar.

In der Breite empfehlen 78 % von 59 erfassten Analysten die Aktie zum Kauf. Das Median-Kursziel liegt bei 327,43 US‑Dollar und damit knapp 40 % über dem aktuellen Niveau. Die Argumentation dahinter stützt sich auf erwartetes Wachstum bei Umsatz und Ergebnis: Für das vierte Quartal 2026 werden ein Gewinn je Aktie von 3,05 US‑Dollar (+9,7 % im Jahresvergleich) und Erlöse von 11,19 Milliarden US‑Dollar (+11,9 % YoY) prognostiziert.

Damit ergibt sich ein klares Bild: Während der Markt kurzfristig stark auf Risiken, Optionsabsicherungen und Insiderverkäufe fokussiert ist, sehen die meisten Analysten die Bewertung (KGV im niedrigen 30er-Bereich) im Kontext des erwarteten Wachstums weiterhin als vertretbar.

Ausblick auf die Quartalszahlen

Der nächste zentrale Prüfstein ist der anstehende Zahlenbericht, der für den 24. Februar 2026 erwartet wird. Dann wird sich konkret zeigen, ob Salesforce die angepeilten Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn erreicht und ob KI-Produkte wie der neue Slackbot und Agentforce bereits spürbar zum Geschäft beitragen.

Für die Aktie ist die Lage damit klar umrissen: Kurzfristig dominieren Kursdruck, hohe Optionsvolatilität und ein prominenter Insiderverkauf das Bild. Mittelfristig hängt viel davon ab, ob das Unternehmen mit den Februar-Zahlen die Brücke zwischen den optimistischen Analystenzielen und der derzeit skeptischen Marktstimmung schlagen kann.

Anzeige

Salesforce-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Salesforce-Analyse vom 16. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Salesforce-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Salesforce-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Salesforce: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Salesforce Chart