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Salesforce Aktie: Milliarden-Deal verpufft?

Trotz eines strategischen Großauftrags der US-Armee im Wert von bis zu 5,6 Milliarden US-Dollar bleibt die Salesforce-Aktie unter Druck. Die Börse bewertet das KI-Potenzial langfristig, während kurzfristige Wachstumssorgen überwiegen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zehnjahresvertrag mit US-Verteidigungsministerium
  • Fokus auf KI-gestützte Datenvereinheitlichung
  • Aktie zeigt kaum Reaktion auf Erfolgsmeldung
  • Quartalszahlen im März als nächster Prüfstein

Ein Vertragsvolumen von bis zu 5,6 Milliarden US-Dollar wäre normalerweise ein starker Kurstreiber, doch bei Salesforce reagierte die Börse überraschend verhalten. Der Software-Konzern hat sich einen langfristigen Großauftrag der US-Armee gesichert, der die digitale Modernisierung mittels Künstlicher Intelligenz vorantreiben soll. Angesichts der anhaltenden Kursschwäche stellt sich jedoch die Frage: Warum reicht dieser strategische Erfolg nicht aus, um die Stimmung der Anleger zu drehen?

Details zum Armee-Vertrag

Die Vereinbarung, die Salesforce am Dienstag bestätigte, läuft über einen Zeitraum von zehn Jahren. Konkret handelt es sich um einen sogenannten IDIQ-Vertrag (Indefinite Delivery/Indefinite Quantity) mit einem maximalen Wert von 5,6 Milliarden US-Dollar. Im Zentrum steht das Programm „Missionforce“, das über die Unternehmenstochter Computable Insights abgewickelt wird.

Salesforce soll dabei helfen, Datenquellen der Armee und des Verteidigungsministeriums zu vereinheitlichen. Besonders relevant ist der Fokus auf Künstliche Intelligenz: Der Konzern plant den Einsatz von KI-Agenten, um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und Arbeitsabläufe in der Personalverwaltung und Rekrutierung zu optimieren. CEO Marc Benioff bezeichnete den Regierungssektor als den „wichtigsten Kunden“ für das künftige Wachstum des Unternehmens.

Markt reagiert skeptisch

Trotz der Dimension des Auftrags konnte die Aktie keine nachhaltigen Gewinne verbuchen. Nach einem kurzen vorbörslichen Anstieg verflüchtigte sich das Plus im regulären Handel schnell wieder. Der Titel schloss gestern bei 225,45 Euro nahezu unverändert.

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Diese Reaktion spiegelt die aktuelle Skepsis des Marktes wider. Auf Sicht von zwölf Monaten hat das Papier fast 35 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell nur noch rund 15 Prozent über dem 52-Wochen-Tief. Offenbar wiegen die allgemeinen Sorgen um die Bewertung und das Wachstum im Cloud-Sektor derzeit schwerer als einzelne Erfolgsmeldungen aus dem operativen Geschäft.

Analysten sehen KI-Potenzial

Marktbeobachter bewerten die Situation differenzierter und blicken auf die langfristigen Chancen der „Agentforce“-Initiative. Die Experten von Citizens Financial bestätigten nach der Ankündigung ihre Einstufung „Market Outperform“ mit einem Kursziel von 405 US-Dollar. Sie verweisen darauf, dass der Geschäftsbereich rund um die KI-Agenten bereits eine jährlich wiederkehrende Umsatzrate von über 500 Millionen US-Dollar erreicht hat.

Für Anleger richtet sich der Blick nun auf den 4. März 2026. Die anstehenden Quartalszahlen werden zeigen müssen, ob sich Großaufträge wie dieser bereits positiv in den Büchern niederschlagen und den negativen Trend seit Jahresanfang stoppen können.

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