In einem Umfeld, das für Software-Anbieter zunehmend selektiver wird, gelingt Salesforce ein bedeutender strategischer Erfolg. Der Konzern sicherte sich einen langfristigen Vertrag mit der U.S. Army, der ein Volumen von bis zu 5,6 Milliarden Dollar umfasst. Dieser massive Abschluss untermauert die Ambitionen des Unternehmens, seine Präsenz im Bereich der nationalen Sicherheit und öffentlichen Infrastruktur deutlich auszubauen.
Großauftrag für Modernisierung
Der Ende Januar bekannt gegebene Vertrag läuft über zehn Jahre und fällt in die Kategorie „Indefinite Delivery Indefinite Quantity“ (IDIQ). Dies gibt der U.S. Army die Flexibilität, Leistungen nach Bedarf abzurufen. Ziel der Vereinbarung ist die umfassende Modernisierung der militärischen Abläufe. Salesforce soll dabei seine Kernkompetenzen in den Bereichen Cloud-Technologie, Datenverarbeitung und Künstliche Intelligenz einbringen, um die Effizienz und Einsatzbereitschaft der Streitkräfte zu steigern.
Für Salesforce ist dies ein wichtiger Schritt, um sich stabile, langfristige Einnahmequellen im Regierungssektor zu erschließen, während das klassische Unternehmensgeschäft im SaaS-Sektor (Software-as-a-Service) weltweit unter kritischerer Beobachtung durch die Einkäufer steht.
Neue Allianz gegen Waldbrände
Parallel zum Regierungsauftrag treibt Salesforce technologische Innovationen im privaten Sektor voran. Im Januar 2026 startete das Unternehmen das Joint Venture EMBERPOINT LLC. Partner bei diesem Projekt sind Schwergewichte wie Lockheed Martin, der Energieversorger PG&E Corporation sowie Wells Fargo.
Das Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Entwicklung einer KI-gestützten Plattform, die Einsatzkräfte bei der Erkennung und Bekämpfung von Waldbränden unterstützen soll. Dieser Schritt verdeutlicht die Strategie, KI-Anwendungen auf konkrete, gesellschaftlich relevante Infrastruktur-Probleme anzuwenden und sich so breiter aufzustellen.
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Marktumfeld und Insider-Aktivitäten
Trotz dieser operativen Erfolge steht die Aktie an der Börse unter erheblichem Druck, was sich in einem Kursverlust von rund 17 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage widerspiegelt. Die jüngsten Quartalszahlen (Q3 Fiskaljahr 2026) zeigten zwar ein Umsatzwachstum von 9 Prozent auf 10,26 Milliarden Dollar, doch Investoren agieren im aktuellen Marktumfeld vorsichtig.
Auf der Ebene der Unternehmensführung gab es zudem eine Transaktion im Rahmen der Vergütung: Director Oscar Munoz erhielt am 1. Februar 1.766 Restricted Stock Units (RSUs), die über das Jahr 2026 verteilt unverfallbar werden. Solche Zuteilungen sind übliche Bestandteile der Vorstandsvergütung, signalisieren jedoch auch eine langfristige Bindung des Managements an das Unternehmen.
Der Milliarden-Deal mit der Army bietet eine fundamentale Stütze in turbulenten Börsenzeiten. Ob diese langfristigen Aufträge ausreichen, um das negative Momentum des Aktienkurses kurzfristig zu brechen, hängt maßgeblich von der weiteren Margenentwicklung und der effizienten Umsetzung der neuen Großprojekte in den kommenden Quartalen ab.
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