Salesforce legt Ende Februar Zahlen vor – und der Zeitpunkt ist kein Zufall. In der Softwarebranche wird gerade neu vermessen, was „agentische KI“ wirklich bedeutet: Produktivitätsschub oder Gefahr für klassische Abo-Modelle. Für Salesforce steht dabei besonders eine Frage im Raum: Kann das Unternehmen sein sitzbasiertes Preismodell in einer Welt verteidigen, in der KI mehr Aufgaben automatisiert?
Warum diese Zahlen diesmal wichtiger sind
Am Mittwoch hat Salesforce angekündigt, die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr des Geschäftsjahres 2026 am Mittwoch, 25. Februar 2026, nach US-Börsenschluss zu veröffentlichen. Direkt im Anschluss findet am selben Tag um 17:00 Uhr ET eine Telefonkonferenz des Managements statt.
Die Nervosität im Markt hat einen klaren Hintergrund: Viele Anleger und Analysten prüfen derzeit, ob KI-Agenten mittelfristig die Nachfrage nach klassischen Software-Lizenzen und -Abos drücken könnten. Genau hier liegt die Reibung – denn wenn weniger Menschen „Seats“ benötigen, geraten etablierte Preismodelle unter Druck.
Laut Zacks Investment Research erwartet der Konsens für das anstehende Quartal einen Gewinn je Aktie von rund 3,05 US-Dollar, was auf Jahressicht einem Plus entsprechen würde.
5,6 Milliarden Dollar aus dem öffentlichen Sektor
Für etwas mehr Stabilität sorgt eine Nachricht aus dem öffentlichen Bereich: Marktberichte von Anfang Februar zufolge hat Salesforce einen Cloud-Vertrag mit der US-Armee mit einem Volumen von etwa 5,6 Milliarden US-Dollar gesichert.
Der Punkt ist nicht nur die Größe des Deals. Solche langfristigen Vereinbarungen erhöhen die Planbarkeit der Erlöse und unterstreichen, dass die Cloud-Infrastruktur auch in sicherheitskritischen Bereichen gefragt ist. Gleichzeitig kann das als Gegengewicht dienen, falls sich private IT-Budgets wegen KI-Experimenten kurzfristig verschieben oder verzögern.
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Branche unter Druck, Aktie nahe Jahrestief
Das Umfeld bleibt trotzdem angespannt. Seit Jahresbeginn ringt die Softwarebranche mit einem „Reality Check“ rund um KI: Die Story, dass Automatisierung den Bedarf an traditionellen Software-Abos senkt, hat die Bewertungen im Sektor belastet – auch bei großen Namen.
Bei Salesforce spiegelt sich das im Kursbild wider: Auf 30 Tage liegt die Aktie -24,14% im Minus und notiert damit nur knapp über dem 52‑Wochen‑Tief.
Wichtige Fakten im Überblick:
– Zahlen-Termin: Mittwoch, 25. Februar 2026 (nach Börsenschluss)
– Konsens-Erwartung (EPS): ca. 3,05 US-Dollar
– Gemeldeter Großvertrag: ca. 5,6 Mrd. US-Dollar (US-Armee, Cloud)
Insider-Aktivität: Routine statt Signal
Ergänzend zeigen SEC-Unterlagen eine routinemäßige Eigenkapitalbewegung: Ein Director erhielt laut Form 4 (datiert auf den 2. Februar) 1.766 Restricted Stock Units (RSUs), zugeteilt am 1. Februar. Die Einheiten sollen 2026 quartalsweise unverfallbar werden und sind an die weitere Tätigkeit gebunden – typisch für Vergütungsstrukturen auf Führungsebene.
Am 25. Februar werden die Quartals- und Jahreszahlen damit zum nächsten Belastungstest: Sie liefern einerseits den Faktencheck zur Ergebnisentwicklung, andererseits Hinweise darauf, wie gut Salesforce sein Geschäftsmodell in einer KI-getriebenen Umbruchphase absichern kann.
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