Nach einem schwachen Start in das Jahr 2026 bewerten Investoren die Lage bei Salesforce neu. Während eine verhaltene Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr zunächst für Verkaufsdruck sorgte, rückt nun die starke kommerzielle Entwicklung der KI-Plattform Agentforce in den Vordergrund. Der Softwarekonzern muss beweisen, dass die neuen Werkzeuge das organische Wachstum zeitnah wieder ankurbeln können.
Schwacher Ausblick bremst Euphorie
Der Jahresauftakt verlief für Anteilseigner holprig. Mit einem Minus von rund 20 Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier aktuell bei 172,28 Euro. Auslöser für den Rücksetzer war der Bericht zum vierten Quartal Ende Februar. Obwohl Salesforce die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn übertraf, enttäuschte der Ausblick.
Das Management stellte für das Geschäftsjahr 2027 ein Umsatzwachstum von 10 bis 11 Prozent in Aussicht. Da hierbei die jüngste Übernahme von Informatica rund drei Prozentpunkte beisteuert, liegt das erwartete organische Wachstum lediglich bei 7 bis 8 Prozent. Diese Zahlen spiegeln eine gewisse Zurückhaltung der Kunden wider, die ihre KI-Investitionen über längere Entscheidungszyklen strecken.
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Agentforce als Wachstumstreiber
Dem schwachen organischen Ausblick stehen jedoch robuste Zahlen bei der neuen KI-Plattform Agentforce gegenüber. Die Übergänge von ersten Testphasen in den produktiven Einsatz bei Großkunden beschleunigen sich spürbar. Mehr als 60 Prozent der Buchungen in diesem Bereich stammen aus Erweiterungen bestehender Kundenverträge. Die jüngsten Kennzahlen untermauern diese Entwicklung:
- Über 29.000 abgeschlossene Agentforce-Deals seit Markteinführung.
- Ein jährlich wiederkehrender Umsatz (ARR) von 800 Millionen US-Dollar (plus 169 Prozent zum Vorjahr).
- Ein Anstieg der produktiv genutzten Accounts um knapp 50 Prozent im Quartalsvergleich.
Solide Basis und höhere Dividende
Abseits der KI-Integration liefert das Kerngeschäft weiterhin verlässliche Mittelzuflüsse. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 erwirtschaftete Salesforce einen operativen Cashflow von 15,0 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 15 Prozent entspricht. Der freie Cashflow kletterte um 16 Prozent auf 14,4 Milliarden US-Dollar. Von dieser Finanzkraft profitieren auch die Aktionäre direkt: Der Verwaltungsrat hob die Quartalsdividende um 5,8 Prozent auf 0,44 US-Dollar je Aktie an. Die Auszahlung erfolgt am 23. April 2026.
Das Management rechnet für die zweite Jahreshälfte 2027 mit einer erneuten Beschleunigung des organischen Wachstums, sobald sich die KI-Investitionen der Kunden in breiteren Abschlüssen niederschlagen. Um die realen Auswirkungen dieser Strategie messbar zu machen, führt Salesforce künftig „Agentic Work Units“ als neue Leistungskennzahl ein. Der nächste konkrete Datenpunkt für Investoren folgt Ende Mai mit der Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal.
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