Während der Software-Sektor unter der Angst vor KI-bedingten Umbrüchen leidet, tritt Salesforce den Gegenbeweis an. Das Management setzt auf harte Fakten. Die neue Plattform Agentforce ist nicht länger nur ein theoretisches Konzept, sondern liefert bei Großkunden wie der Formel 1 bereits messbare Ergebnisse. Gepaart mit Rekordzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr versucht der Konzern nun, die Bedenken der Investoren auszuräumen.
Formel 1 liefert den Praxisbeweis
Um die Leistungsfähigkeit seiner KI-Agenten zu demonstrieren, verweist das Unternehmen auf die bis 2030 verlängerte Partnerschaft mit der Formel 1. Ein neuer KI-gestützter Assistent auf der Website der Rennserie beantwortet technische Fragen der Fans. Die Resultate sind konkret: Rund 80 Prozent der Anfragen werden innerhalb von vier Stunden gelöst. Gleichzeitig haben sich die durchschnittlichen Antwortzeiten des menschlichen Kundenservice durch die KI-Unterstützung um 80 Prozent reduziert.
Diese operative Integration spiegelt sich in der Bilanz wider. Im vierten Quartal kletterte der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) von Agentforce um 169 Prozent auf 800 Millionen US-Dollar. Für das gesamte abgelaufene Geschäftsjahr meldete der Softwarekonzern einen Rekordumsatz von 41,5 Milliarden US-Dollar, was einem soliden Wachstum von 10 Prozent entspricht.
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Schuldenfinanzierter Rückkauf gegen die Skepsis
Trotz der starken operativen Entwicklung steht der Titel an der Börse unter Druck. Mit einem Minus von über 22 Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier aktuell bei 168,26 Euro. Investoren befürchten branchenweit, dass neue KI-Programmiertools und automatisierte Workflows klassische Softwareanbieter auf lange Sicht überflüssig machen könnten.
Die Führungsetage reagiert auf diese Skepsis mit einem massiven Aktienrückkauf. Ein beschleunigtes Programm im Volumen von 25 Milliarden US-Dollar wurde gestartet, das als Teil eines größeren 50-Milliarden-Pakets fungiert. Finanziert wird dieser Schritt durch die Ausgabe von Anleihen, die teilweise erst in 40 Jahren fällig werden. Diese aggressive Kapitalmaßnahme zeigt, dass das Management das aktuelle Kursniveau als klare Einstiegsgelegenheit betrachtet. Salesforce steht mit dieser Strategie nicht allein da: Auch Konkurrenten wie SAP, ServiceNow oder Snowflake stützen ihre Kurse derzeit mit milliardenschweren Rückkäufen.
Ausblick auf das neue Geschäftsjahr
Für das anlaufende Geschäftsjahr rechnet Salesforce mit Erlösen zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem anvisierten Wachstum von 10 bis 11 Prozent. Mittelfristig hat das Unternehmen seine Ambitionen sogar noch nach oben geschraubt und peilt bis zum Jahr 2030 einen Umsatz von 63 Milliarden US-Dollar an. Die Kombination aus steigender KI-Adaption bei Großkunden und dem massiven Aktienrückkauf bildet das Fundament, mit dem Salesforce im zweiten Halbjahr eine erneute Beschleunigung des organischen Wachstums erreichen will.
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