Salesforce startet miserabel in das Jahr 2026 und trägt aktuell die rote Laterne im Dow Jones. Während der Software-Pionier mit einer historisch günstigen Bewertung lockt, dominieren an der Wall Street Zweifel am Geschäftsmodell. Die große Sorge der Anleger: Können neue KI-Agenten die klassischen Software-Lizenzen überflüssig machen?
Große Adressen ziehen sich zurück
Das Minus von rund 10 Prozent seit Jahresanfang kommt nicht von ungefähr. Institutionelle Anleger reduzierten zuletzt ihre Positionen deutlich. So trennte sich die Bank Hapoalim im dritten Quartal von fast einem Viertel ihrer Anteile, und auch die Nations Financial Group fuhr ihr Engagement zurück.
Dieses Bild spiegelt sich bei den Insidern wider: Zwar nutzte Senator Markwayne Mullin den Kursrückgang Ende Dezember für einen Kauf, doch insgesamt überwiegt die Skepsis. In den letzten 90 Tagen wurden von Unternehmensinsidern Aktien im Wert von fast 36 Millionen US-Dollar verkauft, zuletzt auch von Direktorin Neelie Kroes.
Wettlauf gegen die Disruption
Der Haupttreiber für die Nervosität ist jedoch fundamentaler Natur. Der Markt fürchtet, dass autonome KI-Assistenten das klassische Lizenzmodell („per Seat“) untergraben könnten. Der Start von „Claude Cowork“ durch Anthropic am 12. Januar hat diese Ängste neu entfacht. Investoren fragen sich, ob Unternehmen künftig weniger Lizenzen für Mitarbeiter benötigen, wenn KI die Arbeit erledigt.
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Salesforce hält aggressiv dagegen: Die eigene Plattform „Agentforce“ wächst rasant und verzeichnet bereits wiederkehrende jährliche Umsätze (ARR) von über 540 Millionen US-Dollar – ein massives Plus von 330 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dennoch bleibt der Markt skeptisch, ob diese neuen Einnahmen mögliche Rückgänge im Kerngeschäft vollständig kompensieren können.
Bewertung auf historischem Tief
Fundamental wirkt die Aktie mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 18 so günstig wie selten zuvor und notiert deutlich unter ihrem 10-Jahres-Durchschnitt. Analysten sehen hier angesichts eines soliden Quartalsumsatzes von über 10 Milliarden US-Dollar eigentlich eine Einstiegschance. Doch im aktuellen Umfeld favorisieren Investoren KI-Infrastruktur und Hardware gegenüber Software-Anwendungen, die als anfälliger für technologische Umwälzungen gelten.
Für eine nachhaltige Trendwende ist Geduld gefragt. JPMorgan-Analyst Mark Murphy rechnet erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 mit einer signifikanten Erholung. Der Fokus richtet sich nun voll auf die kommenden Q4-Zahlen: Entscheidend wird sein, wie viele der 18.500 Agentforce-Deals tatsächlich in bezahlte Verträge umgewandelt werden, um die Tragfähigkeit der neuen Strategie zu beweisen.
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