Salesforce meldet sich mit einem milliardenschweren US-Regierungsauftrag zurück. Nach einer Phase schwächerer Kursentwicklung erhält die Aktie damit einen klaren neuen Impuls. Der Deal verbessert die kurzfristige Perspektive deutlich und setzt ein Gegengewicht zur jüngsten Schwäche im Softwaresektor.
Milliardenvertrag mit der US-Armee
Salesforce hat von der US-Armee einen Auftrag über 5,6 Milliarden US-Dollar mit einer Laufzeit von zehn Jahren erhalten. Der gestern bekanntgegebene Vertrag soll die Modernisierung der Streitkräfte vorantreiben.
Umgesetzt wird die Vereinbarung über Computable Insights LLC, eine auf nationale Sicherheitsaufgaben ausgerichtete Tochtergesellschaft. Salesforce stellt dafür seine Daten- und Cloud-Technologien bereit, die als Basis für ein sogenanntes „agentic enterprise“ der Armee dienen sollen. Ziel ist es, Entscheidungsprozesse und operative Abläufe zu verbessern.
Die wichtigsten Eckpunkte des Vertrags:
- Volumen: 5,6 Milliarden US-Dollar
- Laufzeit: 10 Jahre
- Auftraggeber: US-Armee
- Umsetzung über: Computable Insights LLC
- Schwerpunkt: Daten-, Cloud- und Entscheidungsplattform
Damit sichert sich Salesforce einen langfristigen, planbaren Umsatzstrom von einem der finanzstärksten öffentlichen Auftraggeber weltweit.
KI-Kooperation gegen Waldbrände
Parallel dazu hat Salesforce eine neue strategische Zusammenarbeit mit mehreren Großunternehmen bekanntgegeben, darunter Lockheed Martin, der Versorger PG&E und Wells Fargo. Der Fokus liegt auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Bekämpfung von Waldbränden.
Salesforce stellt seine Plattform zur Verfügung, um unterschiedliche Datenquellen zu bündeln und in ein Echtzeit-Reaktionssystem zu integrieren. So sollen Organisationen schneller und koordinierter auf Brandereignisse reagieren können. Im Zentrum steht die Verknüpfung von Datenströmen und Entscheidungsunterstützung, nicht der Aufbau eigener Hardware-Lösungen.
Kursreaktion und Einordnung
Die Aktie reagiert positiv auf die Nachrichtenlage. Nach einem Schlusskurs von 229,40 US-Dollar gestern zeigt sich die Notierung heute vorbörslich mit einem Anstieg von 1,33 % auf 232,45 US-Dollar. Damit setzt sich der Titel zumindest kurzfristig von seiner zuletzt schwächeren Entwicklung ab.
Einige Kennzahlen zum jüngsten Kursverlauf:
- Jahresbeginn bis heute: rund 10 % Kursrückgang
- Teil eines breiteren Abwärtstrends im Enterprise-Software-Sektor
- 52-Wochen-Spanne: Hoch bei 367,09 US-Dollar, Tief bei 221,96 US-Dollar
Vor diesem Hintergrund wirkt der neue Regierungsauftrag wie ein Gegenpol zum bisherigen Abwärtstrend. Der langfristige Vertrag mit der US-Armee stärkt die Visibilität der Erlöse und bietet eine zusätzliche Stütze in einem von Unsicherheit geprägten Sektor. Damit erhält die Aktie einen klaren argumentativen Anker gegenüber der negativen Stimmung, die den Jahresauftakt geprägt hatte.
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