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Salesforce Aktie: Gegenwind nimmt zu

Salesforce kämpft mit massivem Kursverlust und internen Spannungen trotz KI-Übernahme. Die anstehenden Quartalszahlen werden zur Weichenstellung für den Softwarekonzern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie verliert über 40 Prozent vom Jahreshoch
  • Übernahme des KI-Startups Cimulate bekanntgegeben
  • Erneute Stellenstreichungen trotz KI-Investitionen
  • Quartalszahlen am 25. Februar entscheidend

Der Software-Riese Salesforce steht unter Druck. Während das Unternehmen seine KI-Offensive vorantreibt, mehren sich die internen Spannungen. Die Aktie hat in den vergangenen Monaten mehr als 40 Prozent an Wert verloren – und die Nervosität vor den anstehenden Quartalszahlen wächst.

Wichtigste Fakten:
– Aktie bei 189,72 Dollar (13. Februar 2026), über 40% unter Jahreshoch
– Weitere Stellenstreichungen im Februar 2026
– Cimulate-Übernahme soll Agentforce-Plattform stärken
– Quartalszahlen am 25. Februar erwartet

KI-Zukauf trifft auf Stellenabbau

Am 10. Februar 2026 gab Salesforce die Übernahme des KI-Startups Cimulate bekannt. Das Unternehmen entwickelt intelligente Suchfunktionen für den E-Commerce und soll die hauseigene Agentforce-Plattform verstärken. Für Händler bedeutet das: Weg von der Stichwortsuche, hin zu absichtsgesteuerter Produkterkennung.

Gleichzeitig streicht Salesforce erneut Stellen. Laut Reuters fielen Anfang Februar knapp 1.000 Jobs weg – betroffen sind Marketing, Produktmanagement, Datenanalyse und ausgerechnet auch Teile der Agentforce-Einheit. Die Maßnahme reiht sich ein in eine zweijährige Umstrukturierung, bei der Ressourcen gezielt in KI-Bereiche umgeschichtet werden.

Interne Unruhe nach CEO-Äußerung

Die Stimmung im Unternehmen ist angespannt. Wie The Guardian berichtete, sorgte CEO Marc Benioff auf einer Firmenkonferenz in Las Vegas für Unmut, als er einen Witz über ICE-Überwachung internationaler Mitarbeiter machte. Teile der Belegschaft fordern nun Klarheit über die Beziehung des Unternehmens zur US-Einwanderungsbehörde.

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Kursverlauf bleibt volatil

Die Aktie schloss am 13. Februar bei 189,72 Dollar – ein Tagesplus von 2,31 Prozent. Das täuscht über die massive Schwäche der vergangenen Monate hinweg. Vom 52-Wochen-Hoch bei 330,35 Dollar ist der Titel weit entfernt. Am 12. Februar fiel er zwischenzeitlich auf 180,24 Dollar.

Analysten von Wedbush Securities nahmen Salesforce am 9. Februar wieder in ihre AI 30 Liste auf. Die Firma hatte die Aktie im Dezember 2025 noch gestrichen, sieht den Software-Sektor nun aber als überverkauft an.

Quartalsvorlage als Weichenstellung

Am 25. Februar folgen die Zahlen für das vierte Geschäftsquartal 2026. Das Management rechnet mit Erlösen zwischen 11,13 und 11,23 Milliarden Dollar. Nach der jüngsten Kursschwäche dürfte die Marktreaktion davon abhängen, wie überzeugend Salesforce die Integration von KI in sein Geschäftsmodell darstellen kann – und ob die Umstrukturierung erste messbare Erfolge zeigt.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.

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