Salesforce und die Formel 1 haben Anfang März einen KI-gestützten Fan-Assistenten vorgestellt, der 827 Millionen Motorsport-Fans weltweit rund um die Uhr Informationen liefert. Die Agentforce-Plattform ist bereits seit 2022 im Einsatz – und zeigt messbare Erfolge. Gleichzeitig kämpft die Aktie mit den Nachwehen eines schwierigen Jahres.
Agentforce liefert konkrete Ergebnisse
Der neue Fan-Assistent ist ab sofort auf F1.com verfügbar und beantwortet Fragen zu den neuen technischen Regularien 2026 – der größten Regeländerung in der 76-jährigen Geschichte der Königsklasse. Gerade für jüngere Fans, die 43 Prozent des Publikums ausmachen, ist der digitale Begleiter ein wichtiger Zugang zum komplexen Sport.
Die Partnerschaft zwischen Salesforce und der Formel 1 läuft bereits seit vier Jahren. Agentforce 360 bearbeitet heute 80 Prozent aller Routine-Anfragen binnen vier Stunden, die durchschnittliche Chat-Bearbeitungszeit sank um 30 Prozent. Im Kundenservice reduzierte Agentforce die Antwortzeiten um 80 Prozent, im Marketing stiegen die Klickraten um 22 Prozent. Die Erweiterung des Deals umfasst zudem eine verstärkte Trackside-Präsenz und den Status als offizieller Partner beim Las Vegas Grand Prix.
Rekordjahr trotz Gegenwinden
Die Ankündigung fiel zeitlich zusammen mit den stärksten Quartalszahlen seit zwei Jahren. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Salesforce einen Gewinn je Aktie von 3,81 US-Dollar – deutlich über den erwarteten 3,04 US-Dollar. Der Umsatz lag mit 11,20 Milliarden US-Dollar knapp über den Prognosen und markierte ein Plus von 12 Prozent im Jahresvergleich.
Für das Gesamtjahr meldete das Unternehmen Erlöse von 41,5 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 10 Prozent. Der operative Cashflow kletterte um 15 Prozent auf 15,0 Milliarden US-Dollar, der freie Cashflow um 16 Prozent auf 14,4 Milliarden US-Dollar. Besonders bemerkenswert: Der wiederkehrende Umsatz aus Agentforce sprang um 169 Prozent auf 800 Millionen US-Dollar. Insgesamt schloss Salesforce 29.000 Agentforce-Deals ab – 50 Prozent mehr als im Vorquartal.
Aktienrückkauf und Dividende
Der Vorstand hat ein neues Rückkaufprogramm über 50 Milliarden US-Dollar autorisiert. Zudem wurde die vierteljährliche Dividende auf 0,44 US-Dollar je Aktie angehoben, was einem Plus von 5,8 Prozent entspricht. Auszahlung erfolgt am 23. April 2026 an Aktionäre, die am 9. April im Register stehen.
Für das laufende Geschäftsjahr 2027 rechnet Salesforce mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 13,11 und 13,19 US-Dollar sowie Umsätzen von 45,8 bis 46,2 Milliarden US-Dollar – ein Wachstum von 10 bis 11 Prozent. Das mittelfristige Umsatzziel für 2030 wurde kürzlich von 60 auf 63 Milliarden US-Dollar angehoben.
Analysten bleiben vorsichtig
Citigroup hob Anfang März das Kursziel von 197 auf 200 US-Dollar an, beließ die Einstufung aber bei neutral. BTIG Research senkte das Ziel von 260 auf 255 US-Dollar bei gleichzeitigem Kaufvotum, Wells Fargo reduzierte die Prognose von 235 auf 210 US-Dollar mit neutraler Bewertung.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 173 Euro und damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 267 Euro, das im März 2025 erreicht wurde. Seit Jahresanfang verlor der Titel knapp 20 Prozent, über zwölf Monate summiert sich das Minus auf fast 35 Prozent. Die Bewertung hat sich damit dem Durchschnitt des S&P 500 angenähert. Software-Aktien stehen branchenweit unter Druck, da Investoren die Auswirkungen von KI-Technologien auf bestehende Geschäftsmodelle neu bewerten.
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