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Symbolbild, KI-generiert

Salesforce Aktie: Entscheidung naht!

Salesforce-Chef Benioff ersetzt OpenAI durch Googles KI-Modell. Analysten reagieren mit Kurszielsenkungen und Listenstreichungen vor dem entscheidenden Quartalsbericht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Strategischer Wechsel von OpenAI zu Google Gemini
  • Analysten senken Kursziel und streichen von Listen
  • Entscheidender Quartalsbericht mit KI-Fokus steht an
  • Aktie konsolidiert nach deutlichem Jahresminus

Marc Benioff vollzieht eine radikale Wende – und das nur 48 Stunden vor dem Zahlenwerk. Der Salesforce-Chef wirft OpenAI raus und setzt künftig voll auf Googles Gemini 3. Gleichzeitig streichen Analysten das Kursziel und entfernen die Aktie von wichtigen Listen. Kann Salesforce am Mittwoch die Zweifler zum Schweigen bringen?

Google statt OpenAI: Benioff zieht die Reißleine

Die wohl überraschendste Nachricht des Tages: Salesforce verabschiedet sich von OpenAIs ChatGPT und setzt künftig komplett auf Googles neues Sprachmodell Gemini 3. CEO Marc Benioff begründet die Entscheidung mit überlegener Logik, Geschwindigkeit und multimodalen Fähigkeiten – angeblich nach einem zweistündigen Vergleichstest.

Dieser Schritt ist mehr als nur ein Technologiewechsel. Er markiert eine strategische Neuausrichtung der gesamten „Agentic Enterprise“-Vision und rückt Salesforce näher an Googles Ökosystem heran. Die neue Agentforce-360-Plattform soll davon profitieren – doch ob dieser Schwenk die erhofften Vorteile bringt, muss sich erst zeigen.

Analysten werden nervös

Die Stimmung an der Wall Street ist angespannt. Oppenheimer senkte das Kursziel von 315 auf 300 Dollar, bestätigt aber weiterhin „Outperform“. Analyst Brian Schwartz betont zwar die starken Fundamentaldaten – perfekter Piotroski-Score von 9, attraktive Free-Cashflow-Rendite von 8 Prozent – doch die niedrigeren Multiplikatoren spiegeln die Vorsicht des Marktes wider.

Noch deutlicher wird Wedbush: Die renommierte Investmentbank streicht Salesforce von ihrer prestigeträchtigen „IVES AI 30“-Liste für 2026 und ersetzt das Unternehmen durch Infrastruktur-Player wie CoreWeave. Die Botschaft ist klar: Der Markt bevorzugt derzeit „Pick-and-Shovel“-AI-Aktien gegenüber SaaS-Anbietern, die ihre KI-Monetarisierung erst noch beweisen müssen.

48 Stunden bis zur Wahrheit

Am Mittwoch, den 3. Dezember, öffnet Salesforce die Bücher für das dritte Quartal. Die Erwartungen sind hoch, die Nervosität ebenso: Der Optionsmarkt preist eine Bewegung von rund 7,9 Prozent ein.

Die Schlüsselfragen:
* Kann Agentforce die hohen Erwartungen erfüllen?
* Wie schnell lassen sich KI-Features in Umsatz umwandeln?
* Welche Auswirkungen hat der Wechsel zu Google?

Analysten rechnen mit Umsätzen von etwa 10,3 Milliarden Dollar (+9 Prozent). Doch entscheidend wird die Guidance für das kommende Jahr sein – insbesondere zur KI-Monetarisierung.

Technisch am Scheideweg

Die Aktie konsolidiert knapp über der kritischen Unterstützung bei 220 Dollar. Ein starker Quartalsbericht mit überzeugenden AI-Zahlen könnte eine Erholung in Richtung 300 Dollar auslösen. Enttäuscht Salesforce jedoch bei der Guidance, droht ein Test der Jahrestiefs. Mit einem Minus von über 30 Prozent seit Jahresbeginn gehört die Aktie zu den schwächsten Tech-Titeln 2025 – trotz solider Fundamentaldaten.

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