Die Salesforce-Aktie setzte ihre Talfahrt fort und verlor im vorbörslichen Handel am Donnerstag fast vier Prozent. Der Auslöser: Der Softwarekonzern legte zwar solide Quartalszahlen vor, konnte aber mit seinem Ausblick die Sorgen um eine KI-Bedrohung des Geschäftsmodells nicht zerstreuen. Seit Mitte Januar hat der Titel bereits rund 30 Prozent an Wert verloren – vor einem Jahr kostete die Aktie noch 367 Dollar und damit doppelt so viel wie aktuell.
Im vierten Geschäftsquartal bis Ende Januar steigerte Salesforce den Umsatz um zwölf Prozent auf 11,20 Milliarden Dollar und lag damit leicht über den Erwartungen von 11,18 Milliarden Dollar. Das war die schnellste Wachstumsrate seit zwei Jahren. Der Gewinn pro Aktie übertraf mit 3,81 Dollar die Schätzungen von 3,04 Dollar deutlich. Unterm Strich kletterte das Ergebnis um knapp 14 Prozent auf 1,94 Milliarden Dollar.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2025/26 verbuchte der Konzern einen Erlösanstieg von zehn Prozent auf 41,5 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte sogar um ein Fünftel auf rund 7,5 Milliarden Dollar zu, obwohl deutlich höhere Steuern zu zahlen waren. Geholfen haben strategische Beteiligungen an Start-ups, die etwas mehr als eine Milliarde Dollar zum Gewinn beisteuerten.
Ausblick lässt Anleger kalt
Doch die Zahlen waren nicht gut genug. Für das angelaufene Geschäftsjahr 2026/27 rechnet Salesforce mit einem Umsatz von etwa 46 Milliarden Dollar – das lag lediglich im Rahmen der Erwartungen. Der kurzfristig aus Aboverträgen zu erwartende Umsatz wuchs nur wie erwartet und aus eigener Kraft auch langsamer als zuletzt, wie Jefferies-Analyst Brent Thill anmerkte.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Salesforce?
Trotz der erwarteten Umsatzbelebung im zweiten Halbjahr dürfte wohl noch kein nennenswerter Beitrag von den KI-Angeboten kommen. Das laufende Geschäftsjahr wird zudem ein Jahr der Investitionen, was auf die Margen drücken könnte. Gründer und Chef Marc Benioff bekräftigte zwar die Erwartung, im Geschäftsjahr 2030 einen Jahresumsatz von 63 Milliarden Dollar zu erreichen. Doch Experten bleiben zurückhaltender und rechnen lediglich mit etwas mehr als 60 Milliarden Dollar.
Börsenwert unter Druck
Die Investmentbank Barclays senkte ihr Kursziel nach den Zahlen von 265 auf 252 Dollar, bestätigte aber die Einstufung „Overweight“. Das Quartal sei solide verlaufen, aber nicht gut genug, um die herrschenden Sorgen über KI-Konkurrenz für Software-Produzenten zu zerstreuen, schrieb Analyst Raimo Lenschow.
Der Börsenwert ist mittlerweile auf knapp 183 Milliarden Dollar geschrumpft – umgerechnet rund 155 Milliarden Euro. Damit notiert Salesforce deutlich unter dem deutschen Softwareprimus SAP mit 193 Milliarden Euro. Auch angekündigte Aktienrückkäufe im großen Stil konnten die Laune der Investoren nicht heben. Vorbörslich notierte die Aktie bei rund 184 Dollar.
Salesforce-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Salesforce-Analyse vom 26. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Salesforce-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Salesforce-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Salesforce: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
