Salesforce treibt seine KI-Strategie voran – mit einem digitalen Formel-1-Assistenten und rasant wachsenden Agentforce-Umsätzen. Gleichzeitig strukturiert der Software-Riese seine Finanzführung um. Doch die Börse honoriert den Umbau bislang nicht: Die Aktie steht nahe einem Dreijahrestief.
Formel 1 als KI-Schaufenster
Am 3. März 2026 kündigten Salesforce und die Formel 1 einen KI-gestützten Fan-Assistenten an. Das Tool soll den 827 Millionen Fans weltweit rund um die Uhr Fragen zu den neuen technischen Regeln beantworten – der größten Regeländerung in der 76-jährigen Geschichte der Serie.
Die Partnerschaft zeigt erste Erfolge: Durchschnittliche Antwortzeiten im Kundenservice sanken um 80 Prozent, Klickraten stiegen um 22 Prozent. Salesforce positioniert die Formel 1 als Vorzeigeprojekt für das „Agentic Enterprise“ – Unternehmen, die KI-Agenten durchgängig in ihre Abläufe integrieren.
Führungswechsel in der Finanzabteilung
Parallel dazu ordnet Salesforce seine Finanzführung neu. Ab dem 9. März 2026 übernimmt Chief Operating and Financial Officer Robin Washington zusätzlich die Rolle der Principal Accounting Officer. Ihre Vergütung bleibt unverändert. Chief Accounting Officer Sundeep Reddy behält seine Position.
Starke Zahlen, verhaltener Ausblick
Die Umstrukturierung folgt auf das stärkste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte. Im vierten Quartal kletterte der Umsatz um 12 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar, im Gesamtjahr um 10 Prozent auf 41,5 Milliarden Dollar. Der wiederkehrende Umsatz mit Agentforce schoss um 169 Prozent auf 800 Millionen Dollar hoch. In den ersten 15 Monaten schloss Salesforce 29.000 Agentforce-Verträge ab.
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Für das laufende Geschäftsjahr 2027 stellt das Management 45,8 bis 46,2 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht – ein Plus von 10 bis 11 Prozent. Eine Beschleunigung erwartet Salesforce erst in der zweiten Jahreshälfte. Zudem gab das Unternehmen ein neues Aktienrückkaufprogramm über 50 Milliarden Dollar bekannt und erhöhte die Quartalsdividende um 5,8 Prozent auf 0,44 Dollar je Aktie.
Bewertungsdruck trotz KI-Erfolgen
Die Börse bleibt skeptisch. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie rund 27 Prozent, binnen zwölf Monaten mehr als ein Drittel ihres Werts. Investoren zweifeln, ob traditionelle Unternehmenssoftware im KI-Zeitalter ihre Preissetzungsmacht behält. Die Befürchtung: Künstliche Intelligenz könnte Vertriebs- und Marketinganalysen so effizient übernehmen, dass klassische CRM-Systeme an Relevanz verlieren.
Das Bewertungsniveau nähert sich mittlerweile dem Durchschnitt des S&P 500 – ungewöhnlich für einen Technologiewert mit zweistelligem Wachstum. Ob der Markt Salesforce‘ Vision vom „Agentic Enterprise“ langfristig einpreist, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen. Die nächsten Quartalszahlen dürften entscheidend sein.
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