Salesforce setzt im wichtigen Weihnachtsgeschäft 2025 klar auf seine neue AI-Strategie – und bekommt dafür erstmals belastbare Belege aus der Praxis. Während der Kurs nach einem Rücksetzer wieder Boden sucht, rückt eine Frage in den Vordergrund: Reicht die Kombination aus stabilen Fundamentaldaten und wachsender AI-Nutzung, um die jüngste Schwächephase zu beenden?
Technische Ausgangslage
Zu Wochenbeginn war an der Wall Street eine leichte Rotation zurück in etablierte, profitable Softwarewerte zu beobachten. Salesforce profitierte von dieser defensiven Umschichtung und stabilisierte sich nach der Korrektur der vergangenen Woche.
Charttechnisch ist vor allem die jüngste Erholung vom Bereich um 253 US-Dollar hervorzuheben. Kurzfristig gilt der Bereich um 260 bis 265 US-Dollar als erste wichtige Hürde. Auf der Unterseite beobachten Marktteilnehmer die Zone um 250 US-Dollar genau, da ein Rutsch darunter zusätzlichen technischen Verkaufsdruck auslösen könnte.
Im größeren Bild bleibt der Titel trotz der Erholung deutlich von seinem 52‑Wochen-Hoch entfernt, liegt aber klar über dem Jahrestief. Der Schlusskurs von gestern, Montag, lag bei 256,40 US‑Dollar und damit spürbar über den Durchschnittskursen der vergangenen 50 und 200 Handelstage – ein Hinweis darauf, dass sich die Lage nach dem jüngsten Rückgang wieder aufhellt.
„Agentic AI“ im Härtetest
Ein wesentlicher Grund für die aktuelle Beruhigung der Kursentwicklung sind frische Daten zur Weihnachtssaison 2025. Berichte aus den ersten Januartagen 2026 bestätigen, dass Salesforce’ strategische Neuausrichtung auf „Agentic AI“ an Fahrt gewinnt.
Wichtige Punkte:
- Während der entscheidenden Wochen des Feiertagsgeschäfts legten die globalen Online-Umsätze zu.
- Erstmals wurden autonome KI-Agenten aus der Agentforce-Plattform explizit dafür verantwortlich gemacht, einen messbaren Anteil des Transaktionsvolumens zu beeinflussen.
- Zudem bearbeiteten diese Agenten eine Rekordzahl an Kundenanfragen im Service-Bereich – ein praktischer Beweis für Effizienzgewinne, die Salesforce seinen Unternehmenskunden versprochen hat.
Diese realen Nutzungsszenarien liefern ein Gegengewicht zu früheren Befürchtungen, die Monetarisierung der AI-Investitionen könne sich stark verzögern. Statt reiner Zukunftsversprechen zeigt Salesforce damit erste konkrete Effekte im Tagesgeschäft.
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Fundamentale Basis: Q3 GJ 2026
Rückenwind erhält die Aktie auch von den zuletzt gemeldeten Zahlen zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026, veröffentlicht im Dezember 2025. Die Bilanz unterstreicht, dass Salesforce trotz hoher AI-Investitionen profitabel wächst.
Im Überblick:
- Umsatz: 10,3 Milliarden US‑Dollar, plus 9 % gegenüber dem Vorjahr (8 % währungsbereinigt).
- Ergebnis: GAAP-EPS von 2,19 US‑Dollar und Non-GAAP-EPS von 3,25 US‑Dollar, jeweils über den Erwartungen der Analysten.
- Cashflow: Operativer Mittelzufluss stieg um 17 % auf 2,3 Milliarden US‑Dollar.
Diese Kennzahlen zeigen, dass das Unternehmen seine Margen im Griff behält, obwohl massiv in neue AI-Infrastruktur und -Plattformen investiert wird. Für viele Investoren ist das ein wichtiges Signal, dass Wachstum und Profitabilität derzeit nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Analysten und Insider setzen auf Aufschwung
Auf Seiten der Analysten überwiegt nach Q3-Zahlen und den neuen Feiertagsdaten ein konstruktiver Blick. Der Konsens liegt bei einer Einstufung „Moderate Buy“. Die genannten Kursziele bewegen sich im Schnitt zwischen 320 und 330 US‑Dollar und implizieren damit ausgehend vom aktuellen Niveau ein zweistelliges Aufwärtspotenzial von mehr als 20 %.
Bemerkenswert ist auch das Verhalten im Managementumfeld. Im Dezember erwarb Aufsichtsratsmitglied G. Mason Morfit rund 96.000 Aktien im Volumen von etwa 25 Millionen US‑Dollar. Dieser große Insiderkauf zu Kursen nahe 260 US‑Dollar wird am Markt als deutlicher Vertrauensbeweis in die langfristigen Perspektiven gewertet.
Fazit: Konsolidierung mit Substanz
Salesforce befindet sich derzeit in einer entscheidenden Konsolidierungsphase. Technisch dürfte sich der weitere Verlauf im ersten Quartal 2026 vor allem daran entscheiden, ob die Zone um 253 bis 250 US‑Dollar verteidigt und der Bereich um 260 US‑Dollar nachhaltig zurückerobert werden kann. Auf der fundamentalen Seite sprechen die bestätigte Nutzung der Agentforce-KI im Spitzenzeitraum des Onlinehandels und ein Umsatzplus von 9 % bei steigenden Cashflows für ein intaktes Geschäftsmodell – auch wenn der Kurs nach wie vor von seinem Hoch entfernt liegt und die Volatilität erhöht bleibt.
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