Salesforce macht Ernst mit seiner KI-Strategie. Mit der allgemeinen Verfügbarkeit von Agentforce Sales — einer Suite autonomer KI-Agenten für Vertriebsprozesse — versucht das Unternehmen, seine rund 150.000 Unternehmenskunden direkt zu zahlenden KI-Nutzern zu machen. Die Zahlen hinter dem Launch sind bemerkenswert.
Was Agentforce Sales leistet
Die neuen Agenten übernehmen Aufgaben, die bislang Vertriebsmitarbeiter gebunden haben: Leads qualifizieren, Meetings buchen, Angebote erstellen, Kundenbriefings vorbereiten. Salesforce beziffert die Zeitersparnis auf bis zu 25 Stunden pro Woche und pro Vertriebsmitarbeiter. Das Ziel dahinter ist klar formuliert: Umsatz soll schneller wachsen als die Mitarbeiterzahl.
Agentforce ist dabei kein Pilotprojekt mehr. Die Plattform verzeichnete im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 kumuliert mehr als 29.000 Deals — ein Plus von 50 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) der Plattform stieg auf 800 Millionen Dollar, was einem Wachstum von 169 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mehr als 60 Prozent der Buchungen kamen dabei aus dem bestehenden Kundenstamm.
Solide Basis, ambitionierter Ausblick
Das Gesamtjahr FY2026 lieferte Salesforce 41,5 Milliarden Dollar Umsatz — ein Anstieg von zehn Prozent. Der freie Cashflow wuchs auf 14,4 Milliarden Dollar, ebenfalls plus 16 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr FY2027 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden Dollar, inklusive rund drei Prozentpunkten Beitrag aus der Informatica-Übernahme. Bis 2030 hält Salesforce an seinem Ziel von 63 Milliarden Dollar Jahresumsatz fest.
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Die Aktie notiert aktuell rund 17 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — trotz der operativen Fortschritte ein Zeichen, dass der Markt noch auf breitere Adoption wartet.
Wettbewerb zieht an
Salesforce ist nicht allein in diesem Segment. ServiceNow kündigte ein Aktienrückkaufprogramm über fünf Milliarden Dollar an, SAP plant Rückkäufe im Volumen von 11,5 Milliarden Dollar. Der globale KI-Softwaremarkt soll laut Business Research Company von 293 Milliarden Dollar in 2025 auf knapp eine Billion Dollar bis 2030 wachsen — der Kuchen ist groß genug für mehrere Spieler.
Salesforces Vorteil liegt in der Tiefe der Kundenbeziehungen und den eingebetteten Workflows: KI-Agenten, die direkt in bestehende Prozesse integriert werden, brauchen keine Parallelinfrastruktur. Von den 18.500 Agentforce-Kunden befinden sich bereits mehr als 9.500 auf bezahlten Plänen — die Konversion vom Test- zum Produktivbetrieb beschleunigte sich im vierten Quartal um fast 50 Prozent sequenziell. Ob das Wachstumstempo bei dreistelligen ARR-Raten hält, wenn die Plattform über Early Adopter hinauswächst, wird die entscheidende Frage für den Rest des Jahres 2026 sein.
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