Startseite » Nasdaq » Salesforce Aktie: Agentforce greift an

Salesforce Aktie: Agentforce greift an

Salesforce bringt seine KI-Plattform Agentforce Sales in den Vollbetrieb und verzeichnet starkes Wachstum bei Umsatz und Kunden. Die Aktie notiert jedoch unter ihrem langfristigen Durchschnitt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • KI-Agenten automatisieren Vertriebsprozesse komplett
  • Jährlicher Umsatz der Plattform bei 800 Millionen Dollar
  • Über 9.500 Kunden nutzen bereits bezahlte Pläne
  • Umsatzziel von 63 Milliarden Dollar bis 2030

Salesforce macht Ernst mit seiner KI-Strategie. Mit der allgemeinen Verfügbarkeit von Agentforce Sales — einer Suite autonomer KI-Agenten für Vertriebsprozesse — versucht das Unternehmen, seine rund 150.000 Unternehmenskunden direkt zu zahlenden KI-Nutzern zu machen. Die Zahlen hinter dem Launch sind bemerkenswert.

Was Agentforce Sales leistet

Die neuen Agenten übernehmen Aufgaben, die bislang Vertriebsmitarbeiter gebunden haben: Leads qualifizieren, Meetings buchen, Angebote erstellen, Kundenbriefings vorbereiten. Salesforce beziffert die Zeitersparnis auf bis zu 25 Stunden pro Woche und pro Vertriebsmitarbeiter. Das Ziel dahinter ist klar formuliert: Umsatz soll schneller wachsen als die Mitarbeiterzahl.

Agentforce ist dabei kein Pilotprojekt mehr. Die Plattform verzeichnete im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 kumuliert mehr als 29.000 Deals — ein Plus von 50 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) der Plattform stieg auf 800 Millionen Dollar, was einem Wachstum von 169 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mehr als 60 Prozent der Buchungen kamen dabei aus dem bestehenden Kundenstamm.

Solide Basis, ambitionierter Ausblick

Das Gesamtjahr FY2026 lieferte Salesforce 41,5 Milliarden Dollar Umsatz — ein Anstieg von zehn Prozent. Der freie Cashflow wuchs auf 14,4 Milliarden Dollar, ebenfalls plus 16 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr FY2027 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden Dollar, inklusive rund drei Prozentpunkten Beitrag aus der Informatica-Übernahme. Bis 2030 hält Salesforce an seinem Ziel von 63 Milliarden Dollar Jahresumsatz fest.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Salesforce?

Die Aktie notiert aktuell rund 17 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — trotz der operativen Fortschritte ein Zeichen, dass der Markt noch auf breitere Adoption wartet.

Wettbewerb zieht an

Salesforce ist nicht allein in diesem Segment. ServiceNow kündigte ein Aktienrückkaufprogramm über fünf Milliarden Dollar an, SAP plant Rückkäufe im Volumen von 11,5 Milliarden Dollar. Der globale KI-Softwaremarkt soll laut Business Research Company von 293 Milliarden Dollar in 2025 auf knapp eine Billion Dollar bis 2030 wachsen — der Kuchen ist groß genug für mehrere Spieler.

Salesforces Vorteil liegt in der Tiefe der Kundenbeziehungen und den eingebetteten Workflows: KI-Agenten, die direkt in bestehende Prozesse integriert werden, brauchen keine Parallelinfrastruktur. Von den 18.500 Agentforce-Kunden befinden sich bereits mehr als 9.500 auf bezahlten Plänen — die Konversion vom Test- zum Produktivbetrieb beschleunigte sich im vierten Quartal um fast 50 Prozent sequenziell. Ob das Wachstumstempo bei dreistelligen ARR-Raten hält, wenn die Plattform über Early Adopter hinauswächst, wird die entscheidende Frage für den Rest des Jahres 2026 sein.

Anzeige

Salesforce-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Salesforce-Analyse vom 18. März liefert die Antwort:

Die neusten Salesforce-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Salesforce-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Salesforce: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Salesforce

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.