Der französische Triebwerkhersteller Safran hat am Freitag mit einem deutlich angehobenen Ausblick die Anleger begeistert. Die Aktie schoss um 8,3 Prozent auf ein neues Allzeithoch von 331,70 Euro. Kein Wunder: Das Unternehmen hebt seine Gewinnprognose bis 2028 um satte 16 Prozent gegenüber der alten Planung an. Was steckt hinter diesem Optimismus?
Gewinnerwartung kräftig erhöht
Safran erwartet für 2026 ein bereinigtes operatives Ergebnis von 6,1 bis 6,2 Milliarden Euro – ein deutlicher Sprung gegenüber den 5,2 Milliarden Euro aus 2025. Doch damit nicht genug: Bis 2028 sollen es 7 bis 7,5 Milliarden Euro werden. Bisher stand lediglich eine Milliarde weniger auf dem Plan von Unternehmenschef Olivier Andriès.
Die Basis für diesen Optimismus bilden zwei starke Standbeine. Zum einen läuft das Ersatzteilgeschäft in der zivilen Luftfahrt außergewöhnlich gut – ein lukrativer Bereich mit hohen Margen. Zum anderen sorgen Rüstungsaufträge für zusätzlichen Schub, insbesondere durch neue Bestellungen des französischen Kampfflugzeugs Rafale, das mit Safran-Triebwerken ausgestattet ist.
Das mittlere jährliche Umsatzwachstum von 2024 bis 2028 taxiert der Konzern nun auf rund zehn Prozent statt wie bisher im hohen einstelligen Bereich. Für 2026 rechnet Safran mit einem Erlösanstieg im niedrig zweistelligen bis mittleren Zehnerprozentbereich.
Analysten überzeugt
Die Reaktion der Experten fiel durchweg positiv aus. David Perry von JPMorgan sieht Luft nach oben für die durchschnittlichen Analystenschätzungen und vermutet, dass die Prognosen für 2028 eher vorsichtig gewählt sind. Sam Burgess von Goldman Sachs hebt besonders den starken freien Finanzmittelfluss hervor, der von 3,9 Milliarden auf 4,4 bis 4,6 Milliarden Euro anschwellen soll.
George McWhirter von Berenberg spricht vom weiter laufenden „Wachstumsmotor“ bei Safran und verweist darauf, dass der Ausblick für 2026 die durchschnittliche Markterwartung um sieben Prozent übertrifft. Milene Kerner von Barclays betont die unerwartet starke Dynamik im lukrativen Ersatzteilgeschäft.
Investitionen in Marokko geplant
Parallel verkündete Safran eine Investition von mehr als 280 Millionen Euro in ein neues Werk zur Herstellung von Flugzeugfahrwerken am Flughafen von Casablanca. Die Fabrik soll 2029 den Betrieb aufnehmen und mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Ziel ist es, die Produktionssteigerung von Airbus beim Modell A320 zu unterstützen.
Mit den sogenannten Leap-Triebwerken, die bei der Boeing 737 Max und der Airbus A320neo-Familie zum Einsatz kommen, rechnet Safran für 2026 mit einem Auslieferungsplus von 15 Prozent.
Die Dividende soll auf 3,35 Euro steigen nach 2,90 Euro für 2025. Seit Ende 2023 hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt – im laufenden Jahr liegt das Plus bereits bei elf Prozent.
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