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Saab Aktie: Bis zu 6,6 Milliarden Euro NATO-Auftrag

Saab erhält voraussichtlich den Zuschlag für die neue AWACS-Flotte der NATO. Analysten sehen den Rüstungskonzern damit auf Augenhöhe mit Branchenriesen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • NATO setzt auf Saabs GlobalEye-System
  • Auftragswert von mehreren Milliarden Euro
  • Bestätigung beim NATO-Gipfel erwartet
  • Saab investiert in KI und neue Fabriken

Ein Großauftrag könnte die Zukunft von Saab prägen. Medienberichten zufolge hat sich der schwedische Rüstungskonzern in einer Ausschreibung der NATO durchgesetzt. Es geht um die Nachfolge für die alternde Flotte von AWACS-Aufklärungsflugzeugen.

Offizielle Bestätigung wird beim NATO-Gipfel in dieser Woche erwartet.

GlobalEye überzeugt die Allianz

NATO setzt offenbar auf Saabs GlobalEye-System. Die Plattform kombiniert das Erieye-ER-Radar mit einem Langstrecken-Geschäftsreisejet. Die Reichweite zur Ortung von Luft-, See- und Bodenzielen übersteigt 550 Kilometer.

Die Allianz könnte zwischen 10 und 12 Maschinen bestellen. Ein Flugzeug kostet schätzungsweise 550 Millionen Euro. Analysten sehen die Auswahl als klares Signal: Saab kann auf höchster Ebene mit den Großen der Branche mithalten.

Spannende Woche für Anleger

Die Börse bleibt am Wochenende geschlossen. Der Ausblick auf die neue Woche gibt Kurstreiber. Zwei Ereignisse stehen im Fokus.

Erstens der NATO-Gipfel in Ankara. Eine Bestätigung würde Klarheit über Lieferzeiten und Auftragswert bringen. Zweitens die Vorbereitung auf den Quartalsbericht. Saab lädt für Juli 2026 zur Vorlage der Halbjahreszahlen. CEO Micael Johansson und Finanzchefin Anna Wijkander wollen dann über die Auftragslage sprechen.

Die Aktie notierte zuletzt mit einer Marktkapitalisierung von rund 304 Milliarden Schwedischen Kronen. Angetrieben wurde der Kurs zuletzt durch Großaufträge für Kampfjets und U-Boote.

Breitere Aufstellung geplant

Saab arbeitet parallel am Ausbau des Geschäfts. Das Unternehmen investiert in Künstliche Intelligenz, um die Gefechtsfeldaufklärung zu verbessern. Zudem entstehen neue Munitionsfabriken.

Grund ist die steigende Nachfrage nach Kurzzeit-Waffensystemen wie dem Carl-Gustaf. Das organische Umsatzwachstum lag zuletzt in allen Divisionen im zweistelligen Bereich. Der Milliardenauftrag der NATO könnte diesen Trend weiter beschleunigen.

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