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Symbolbild, KI-generiert

Saab Aktie: 108-Millionen-Auftrag aus Finnland

Finnland bestellt weitere RBS-70-Systeme bei Saab. Analysten heben Kursziel an, Nato prüft GlobalEye als AWACS-Ersatz.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Finnland ordert Raketenabwehr für 108 Millionen Euro
  • Handelsbanken stuft Saab von Verkaufen auf Halten hoch
  • Nato prüft GlobalEye als AWACS-Nachfolger
  • Quartalszahlen werden am 17. Juli erwartet

Das finnische Verteidigungsministerium bestellt weitere Raketenabwehrsysteme bei Saab. Der Auftrag hat ein Volumen von 108 Millionen Euro – und kommt zu einem günstigen Zeitpunkt.

Finnland investiert kräftig in seine Luftverteidigung. Der neue Auftrag umfasst die Kurzstrecken-Flugabwehrsysteme RBS 70 NG, inklusive Munition und Ausbildung. Die Auslieferung läuft bis Ende der 2020er Jahre. Ausbilden wird die Soldaten das Salpausselkä Air Defence Battalion.

Analysten drehen an der Schraube

Die Auftragsnachricht fällt mit einer wichtigen Änderung bei den Analysten zusammen. Handelsbanken hat Saab hochgestuft: von „Verkaufen“ auf „Halten“. Das Kursziel steigt auf 558 Kronen, 56 Kronen mehr als zuvor.

Die Vorfreude auf den Quartalsbericht ist groß. Analysten rechnen mit einem organischen Wachstum von 23,7 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis könnte 15 Prozent über den bisherigen Schätzungen liegen. Große Aufträge wie die polnischen U-Boot-Verträge geben zusätzliche Planungssicherheit.

GlobalEye als neuer Wachstumstreiber

Ein weiterer Kurstreiber kommt aus der Nato. Das Bündnis prüft, ob Saabs Aufklärungsflugzeug GlobalEye die alternde AWACS-Flotte ersetzen soll. Eine Entscheidung fällt auf dem Nato-Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara.

Die Perspektiven für GlobalEye sind international vielversprechend. Kanada verhandelt über sechs Maschinen. Frankreich hat eine Absichtserklärung für zwei bis vier Flugzeuge unterschrieben.

Die Aktie reagierte prompt: Ein Plus von 8,6 Prozent in den vergangenen Handelstagen.

Ausblick auf den Quartalsbericht

Am 17. Juli legt Saab die Halbjahreszahlen vor. Veröffentlichung ist um 7:30 Uhr, der Webcast startet um 10:00 Uhr. CEO Micael Johansson und CFO Anna Wijkander werden die Ergebnisse präsentieren.

Der durchschnittliche Analyst nennt ein Kursziel von 620 Kronen. Das Votum: „Kaufen“. Sollte der Nato-Gipfel grünes Licht für GlobalEye geben, könnte das die positive Stimmung weiter befeuern.

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