Zwischen milliardenschweren Investitionen für KI-Rechenzentren und sprudelnden Netzgewinnen rückt der Essener Energiekonzern in den Fokus. RWE hat sich in den vergangenen Monaten eine hervorragende Ausgangslage erarbeitet. Die Aktie handelt nur knapp unter ihrem jüngsten 52-Wochen-Hoch von 60,60 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf beachtliche 28 Prozent. Nun muss der Vorstand auf der anstehenden Hauptversammlung und bei den kommenden Quartalszahlen beweisen, dass diese Bewertung fundamental gedeckt ist.
Dividende und Aktienrückkäufe stützen den Kurs
Am 30. April stimmen die Anteilseigner auf dem virtuellen Aktionärstreffen über die Gewinnverwendung ab. Vorgeschlagen ist eine Dividende von 1,20 Euro je Aktie. Im vergangenen Jahr lag die Ausschüttung noch zehn Cent niedriger.
Das Management blickt bereits weiter voraus. Die jährliche Zielvorgabe für das Dividendenwachstum wurde auf konstant zehn Prozent angehoben. Für das laufende Geschäftsjahr peilt der Vorstand entsprechend eine Zahlung von 1,32 Euro an. Parallel dazu stützt das laufende Aktienrückkaufprogramm den Kurs. RWE erwirbt weiterhin kontinuierlich eigene Papiere über die Börse. Die aktuelle Tranche des milliardenschweren Programms läuft noch bis Ende Juni.
Amprion als heimlicher Gewinner
Ein massiver Ertragstreiber abseits der eigenen Kraftwerke ist die Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion. RWE hält über ein Joint Venture rund ein Viertel der Anteile und konsolidiert diese vollständig. Das Geschäft brummt. Amprion steigerte den Umsatz zuletzt spürbar, während der bereinigte Nettogewinn um 72 Prozent auf 672 Millionen Euro in die Höhe schoss.
Mehr erneuerbarer Strom im Netz treibt die Erlöse des Netzbetreibers direkt an. Um das Wachstum abzusichern, weitet Amprion die Investitionen massiv aus. Im laufenden Jahr fließen 7,3 Milliarden Euro in den Netzausbau. Bis zum Ende des Jahrzehnts plant das Unternehmen Investitionen von insgesamt über 40 Milliarden Euro.
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KI-Rechenzentren und operative Ziele
Der Essener Konzern treibt derweil sein eigenes Wachstumsportfolio voran. Bis 2031 will RWE netto 35 Milliarden Euro investieren. Ein strategischer Schwerpunkt liegt auf US-Gaskraftwerken. Diese sollen künftig die enorme Grundlast für energieintensive Rechenzentren und KI-Infrastruktur absichern.
CEO Markus Krebber hat klare finanzielle Vorgaben formuliert. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll von derzeit 2,48 Euro auf 4,40 Euro im Jahr 2031 steigen. Das entspricht einem prozentual zweistelligen jährlichen Wachstum.
Der nächste fundamentale Prüfstein folgt kurz nach der Hauptversammlung. Am 13. Mai präsentiert RWE die Ergebnisse des ersten Quartals. Fällt das bereinigte EBITDA solide aus und untermauert die Jahresprognose von mindestens 5,2 Milliarden Euro, dürfte dies den langfristigen Aufwärtstrend der Aktie oberhalb der 200-Tage-Linie weiter festigen.
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