Die behördliche Freigabe für 60 neue Offshore-Windräder in der Nordsee markiert einen wichtigen Meilenstein für RWE. Eigentlich liefert das genehmigte Großprojekt ein starkes Argument für die Wachstumsstrategie des Energiekonzerns. Am Kapitalmarkt sorgte die offizielle Zusage zum Wochenausklang jedoch für überraschende Zurückhaltung bei den Anlegern.
Milliardenprojekt nimmt Form an
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erteilte am 27. März offiziell die Baugenehmigung für das sogenannte Nordseecluster B. Gemeinsam mit dem norwegischen Staatsfonds, der 49 Prozent der Anteile hält, errichtet der Versorger hier Anlagen mit einer Leistung von jeweils 15 Megawatt. Die Dimensionen sind beachtlich: Mit Rotordurchmessern von 236 Metern treibt das Unternehmen den technischen Ausbau der Windkraft massiv voran. Der Baustart auf See ist für das Frühjahr 2027 angesetzt, die vollständige Netzkopplung soll bis 2029 erfolgen.
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Analysten bewerten die Lage
Trotz dieser fundamental positiven Nachricht verabschiedete sich das Wertpapier am Freitag mit einem Abschlag von 3,01 Prozent bei 54,08 Euro aus dem Handel. Dieser Kursrückgang ordnet sich allerdings in ein übergeordnet starkes Jahr ein – seit Januar verzeichnet der Titel ein Plus von 15,43 Prozent. Die aktuelle Schwäche korrespondiert mit einer geteilten Sichtweise der Analysten hinsichtlich des kurzfristigen Potenzials. Mehrere Institute haben ihre Einschätzungen nach der Genehmigung aktualisiert:
- Deutsche Bank: Kursziel angehoben auf 63,00 Euro („Buy“)
- Goldman Sachs: Kursziel bei 63,50 Euro
- RBC: Kursziel bei 62,50 Euro
- Bernstein: Kursziel leicht angehoben auf 57,00 Euro („Market-Perform“)
Kapitalstruktur im Fokus
Flankiert wird die operative Expansion in der Nordsee durch kontinuierliche Maßnahmen zur Kurspflege. Das noch bis Juni 2026 laufende Aktienrückkaufprogramm, in dessen Rahmen bereits über sechs Millionen eigene Anteile erworben wurden, stützt die Kapitalstruktur des Konzerns. Zusammen mit einer geplanten Dividende von 1,20 Euro je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 untermauert das Management damit seine Strategie, das Wachstum bei den Erneuerbaren Energien mit einer verlässlichen Ausschüttungspolitik zu kombinieren.
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