Der Energiekonzern RWE profitiert massiv von den Rekordzahlen seiner Beteiligung Amprion. Während der Übertragungsnetzbetreiber milliardenschwere Investitionsprogramme auflegt und den Gewinn deutlich steigert, zeigen sich Analysten überraschend zurückhaltend. Diese Diskrepanz prägt aktuell die Bewertung des Papiers.
Rekordzahlen bei Amprion
Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion verzeichnete im Jahr 2025 ein beachtliches operatives Wachstum. Mit einem Umsatz von 6,1 Milliarden Euro übertraf das Unternehmen den Vorjahreswert um neun Prozent. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern kletterte sogar um gut 72 Prozent auf 672 Millionen Euro. Davon profitiert RWE direkt: Über ein Gemeinschaftsunternehmen mit der US-Investmentgesellschaft Apollo Global Management hält der Energiekonzern 25,1 Prozent der Anteile. Etwa die Hälfte des Amprion-Gewinns soll nun an die Eigentümer fließen.
Milliarden für die Infrastruktur
Um den wachsenden Anforderungen des Stromnetzes gerecht zu werden, plant Amprion bis 2030 Investitionen in Höhe von 42 Milliarden Euro. Im Fokus stehen dabei Großprojekte wie die Gleichstromtrassen A-Nord und Ultranet, die künftig Windstrom aus Norddeutschland in die südlichen und westlichen Verbrauchszentren transportieren. Allein diese beiden Leitungen sollen die sogenannten Redispatch-Kosten ab 2027 um 700 Millionen Euro senken. Diese Einsparungen sind angesichts aktueller geopolitischer Spannungen relevant: Amprion-CEO Christoph Müller rechnet als Folge des Iran-Kriegs mit steigenden Kosten für kurzfristige Eingriffe in den Strommarkt.
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Analysten-Skepsis trifft auf Kursgewinne
Trotz der operativen Erfolge im Netzgeschäft bewertet das US-Analysehaus Bernstein Research die RWE-Papiere weiterhin lediglich mit „Market-Perform“. Analystin Deepa Venkateswaran belässt das Kursziel bei 57 Euro und verweist auf mögliche physische Unterbrechungen bei fossilen Energielieferungen durch den Nahostkonflikt. An der Börse notiert der Titel mit aktuell 58,22 Euro bereits über dieser Zielmarke. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier einen soliden Wertzuwachs von 24,27 Prozent.
Aktionäre blicken nun auf die kommende virtuelle Hauptversammlung am 30. April 2026. Dort stimmt das Gremium über die geplante Dividendenstrategie ab, die eine konstante jährliche Wachstumsrate von zehn Prozent verankert. Nach einer vorgesehenen Ausschüttung von 1,20 Euro je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr plant das Management für 2026 bereits mit 1,32 Euro.
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