Die Kassen sind prall gefüllt, doch der Kurs verharrt noch in Lauerstellung. Mit einem Schlag hat sich der Essener Energieversorger 3,2 Milliarden Euro gesichert und die Bilanz massiv aufpoliert. Während der Markt diese Neuigkeit am Wochenende noch verdaut, wittern Experten bereits das nächste große Ding: Zündet jetzt dank KI-Fantasie und frischem Kapital die nächste Stufe der Rallye?
Der 3,2-Milliarden-Coup ist perfekt
Das monatelange Warten hat ein Ende: RWE hat Fakten geschaffen. Der Deal mit dem Finanzinvestor Apollo Global Management ist offiziell in trockenen Tüchern. Durch das Joint Venture bezüglich des Übertragungsnetzbetreibers Amprion fließt eine gewaltige Summe direkt in die Bücher des DAX-Konzerns, was die strategische Ausrichtung fundamental stärkt.
Die Details des Deals im Überblick:
- Massiver Cash-Zufluss: Apollo zahlt 3,2 Milliarden Euro für die Anteile.
- Volle Handlungsfähigkeit: RWE behält trotz des Einstiegs die operative Kontrolle über das Joint Venture.
- Investitions-Turbo: Die Mittel stehen sofort bereit, um die kostspielige grüne Transformation zu finanzieren, ohne neue Schulden aufzunehmen.
Für Anleger ist dies ein entscheidendes Signal: Der finanzielle Druck sinkt, während der Spielraum für den Netzausbau wächst.
Jefferies: Über 20% Potenzial!
Trotz dieser fundamentalen Stärkung spiegelt der aktuelle Kurs die neuen Realitäten nach Meinung einiger Experten noch nicht wider. Hier tut sich eine spannende Schere auf. Besonders das Analysehaus Jefferies prescht mutig voran und sieht die Aktie als klaren Kauf („Buy“).
Die Analysten rufen ein Kursziel von 54 Euro aus. Der Treiber für diese optimistische Prognose ist nicht nur der frische Geldsegen, sondern eine neue Wachstumsstory: Der rasant steigende Strombedarf durch Rechenzentren und Künstliche Intelligenz. Als großer Erzeuger könnte RWE hier einer der Hauptprofiteure werden. Auch die kanadische Bank RBC bleibt positiv gestimmt („Outperform“), sieht den fairen Wert allerdings konservativer bei 44 Euro.
Ruhe an der Kohle-Front
Neben den Finanznachrichten sendet das operative Geschäft wichtige Signale der Entspannung. Die Zeiten der harten Konfrontation am Tagebau scheinen vorbei. RWE beginnt mit der Vermarktung von Immobilien in den ehemaligen „Geisterdörfern“ wie Keyenberg, die nun doch nicht abgebaggert werden. Dieser Schritt weg von der Kohle-Expansion hin zur Bestandsverwaltung mag den Kurs nicht direkt treiben, ist aber psychologisch wertvoll: Er nimmt politische Brisanz aus dem Titel.
Charttechnik: Die Bullen lauern
Der Blick auf die nackten Zahlen bestätigt das Bild einer Aktie, die Kraft sammelt. Mit einem Schlusskurs von 43,80 € am Freitag und einem beeindruckenden Plus von 48,17% seit Jahresanfang ist der übergeordnete Aufwärtstrend intakt.
Aktuell kämpft der Titel jedoch mit einer Konsolidierung auf hohem Niveau. Der Kurs liegt komfortable 21,26% über dem wichtigen 200-Tage-Durchschnitt, was die langfristige Stärke untermauert. Kurzfristig wird es nun spannend: Gelingt der Sprung über die psychologisch wichtige 44-Euro-Marke, wäre der Weg in Richtung des Analystenziels von 54 Euro charttechnisch frei. Mit der frischen Milliarden-Liquidität im Rücken haben die Bullen zum Wochenstart definitiv die besseren Argumente.
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