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RWE Aktie: Auf 10-Jahres-Hoch

RWE profitiert von massiven Investitionen der Netztochter Amprion und einem erhöhten Analystenkursziel. Das Unternehmen strebt eine Verdopplung des Ergebnisses je Aktie bis 2031 an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Netztochter Amprion plant 42 Milliarden Euro Investitionen
  • JPMorgan hebt Kursziel auf 65 Euro an
  • CEO Krebber peilt EPS-Verdopplung bis 2031 an
  • Aktie legt seit Jahresbeginn 26 Prozent zu

Ein neues 10-Jahres-Hoch, eine Netztochter mit Rekordinvestitionen und ein JPMorgan-Kursziel von 65 Euro — bei RWE verdichten sich gleich mehrere positive Signale. Die Aktie notiert auf Freitagsschluss bei 59,18 Euro und hat damit seit Jahresbeginn rund 26 Prozent zugelegt.

Amprion investiert 42 Milliarden bis 2030

Den strukturell stärksten Rückenwind liefert die Netztochter Amprion. Der Übertragungsnetzbetreiber, an dem RWE über ein Joint Venture mit Apollo Global Management beteiligt ist, schraubt sein Investitionsprogramm massiv hoch: 7,3 Milliarden Euro sollen allein 2026 fließen — nach bereits rekordhohen 5,4 Milliarden im Vorjahr. Bis 2030 plant Amprion Gesamtinvestitionen von rund 42 Milliarden Euro, sechs Milliarden mehr als im bisherigen Fünfjahresplan.

Für RWE ist das keine Randnotiz. Das Joint Venture wird vollständig im RWE-Konzernabschluss konsolidiert, Gewinne und Verluste schlagen also direkt durch. Operativ lief es für Amprion 2025 stark: Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern stieg um 72 Prozent auf 672 Millionen Euro.

Konkrete Entlastung bringen ab 2027 die neuen Gleichstromleitungen A-Nord und Ultranet, die Netzengpasskosten um jährlich rund 700 Millionen Euro senken sollen. Ultranet soll bereits Ende 2026 fertiggestellt sein — der Zeitplan ist also eng, aber greifbar.

CEO Krebber peilt EPS-Verdopplung an

RWE selbst hat im März ehrgeizige Ziele formuliert. CEO Markus Krebber will das bereinigte Ergebnis je Aktie von derzeit 2,48 Euro auf 4,40 Euro im Jahr 2031 steigern — ein jährliches Wachstum von rund zwölf Prozent. Unterstützt wird das durch Nettoinvestitionen von 35 Milliarden Euro bis 2031, vor allem in erneuerbare Energien und Batteriespeicher.

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JPMorgan hat das Kursziel zuletzt von 57 auf 65 Euro angehoben und die Einstufung auf „Overweight“ belassen. Als Treiber nennen die Analysten einen strukturellen Preisanstieg bei Gas und Strom — ausgelöst durch den Iran-Krieg, der frühere Sorgen über ein LNG-Überangebot verdrängt hat.

Die Dividende entwickelt sich parallel: Für 2025 sind 1,20 Euro je Aktie geplant, für 2026 bereits 1,32 Euro. Seit neun Jahren hat RWE die Ausschüttung nicht gesenkt.

Am 30. April 2026 findet die Hauptversammlung statt. Dort stimmen Aktionäre über die Dividende für 2025 ab — und dürften weitere Details zur Umsetzung des Investitionsprogramms erhalten.

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