RWE sichert sich einen mächtigen Partner für sein Netzbeteiligung-Investment: Der US-Vermögensverwalter Apollo Global Management steigt mit 3,2 Milliarden Euro in ein Gemeinschaftsunternehmen ein, das künftig den 25,1-prozentigen RWE-Anteil am Übertragungsnetzbetreiber Amprion hält. Ein Deal mit weitreichenden Folgen für das Essener Energieunternehmen.
Die Vereinbarung zeigt deutlich die Dimensionen der kommenden Netzinvestitionen: Amprion versorgt rund 29 Millionen Menschen mit Strom und steht vor einem milliardenschweren Ausbauprogramm in den nächsten zehn Jahren. Mit Apollo holt sich RWE einen finanzstarken Investor ins Boot, der die nötigen Mittel für die Modernisierung der deutschen Strominfrastruktur bereitstellt.
Kontrolle bleibt bei RWE
Entscheidend für die Essener: Trotz der Partnerschaft behält RWE die operative Kontrolle über das Joint Venture und verwaltet weiterhin die Amprion-Beteiligung. Apollo fungiert damit als stiller Financier, während die strategischen Entscheidungen in deutschen Händen bleiben.
Der Abschluss der Transaktion ist für das vierte Quartal geplant. Für RWE bedeutet der Deal eine deutliche Entlastung der Bilanz bei gleichzeitigem Erhalt der Kontrolle über ein strategisch wichtiges Asset. Apollo-Partner Jamshid Ehsani kündigte bereits weitere Investitionen in Europa an, mit besonderem Fokus auf Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien.
Strategischer Schachzug
Die Partnerschaft kommt zu einem günstigen Zeitpunkt: Der Netzausbau für die Energiewende erfordert massive Investitionen, während RWE parallel seinen Umbau zum grünen Energiekonzern vorantreibt. Mit Apollo als Finanzpartner kann das Unternehmen beide Transformationen gleichzeitig stemmen, ohne die eigene Kapitalkraft zu überlasten.
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